Tannert fährt zum dritten Mal aufs Podest

Der Eindruck dieser Aufnahme täuscht – eher gut in die Spur gekommen und ein zufriedenes Fazit können Julius Tannert und Co Stefan Heigl nach ihrem ersten Start in der Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft ziehen.   Foto: tsc

„Ich freue mich sehr über unseren Podestplatz in Spanien. Insbesondere, dass wir in unserem ersten WM-Jahr gleich drei Mal auf dem Podest waren. Es war eine gute Saison für uns und wir konnten uns von Rallye zu Rallye steigern. Besonders auf Schotter konnten wir wichtige Erfahrungen sammeln“, fasst Julius Tannert das Finale der Rallye-Junioren-Weltmeisterschaft am vergangenen Wochenende zusammen. Aber genau „die verdammt schwierigen und extrem harten Schotterprüfungen“ am Freitag der Rally de España sahen den Westsachsen am Ende des ersten Tages schon mit gut einer Minute Rückstand aufs Podest auf Platz vier. „Gegenüber der bärenstarken Konkurrenz, die diesen Klassiker allesamt in den Vorjahren schon gefahren ist und somit seine Tücken kannte, setzte dem Kampf um Bestzeiten hier im wahrsten Sinne des Wortes die Krone auf.“

Mitte des zweiten Tages und nach gutem Service hatten sich Tannert/Heigl auf Platz drei vorgekämpft, 1:40,9 Minuten hinter Terry Folb und etwas beruhigenderen 15:26,3 Minuten vor dem Schweden Dennis Radström. Ganz vorn zog derweil der Lokalmatador Nil Solans seine Spuren auf den nun zu befahrenden Asphalt. Daran änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Nach insgesamt 1297,62 Kilometern und 312,02 Wertungskilometern, die erfahrene und „ortskundige“ Piloten wie Dani Sordo, Andreas Mikkelsen und Thierry Neuville nicht ins Ziel schafften, stand das deutsch-österreichische Team verdient auf dem Podium. „So schnell kann sich im Rallyesport das Karussell drehen. Vor Spanien im Gesamtklassement noch zwei Punkte vor Folb, jetzt zwei dahinter. Das Streichresultat hat´s am Ende gemacht (nur fünf der sechs gefahrenen Rallyes kommen in die Wertung). Es geht weiter! Nächstes Jahr wollen wir wieder angreifen“, schwebt ein wenig Wehmut mit. Zu bemerken sei: Andere Teilnehmer der Junioren-WM hatten gar kein Streichresultat, weil sie nicht alle sechs Rennen gefahren waren.

„Dass wir diese einzigartige Chance, Junioren-Rallye-WM fahren zu können, bekommen haben, verdanken wir unseren Partnern und Förderern. Darum allen ein großes herzliches Dankeschön! Ohne die Unterstützung der ADAC-Stiftung Sport wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen. Ich fühle mich geehrt und es macht mich stolz, diesen Weg als einziger deutscher Fahrer gehen zu dürfen“, lautet letztendlich doch das positive Fazit nach einer anstrengenden aber mit zwei dritten Plätzen (Sardinien und Spanien) sowie dem nicht zu vergessenden Sieg bei der Deutschland-Rallye erfolgreichen ersten WM-Saison. tsc

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