Telekom: Baustelle Cunerdorf bald Geschichte

Seit über einem Jahr nervt die Baustelle zwischen Großer Wendeschleife und Cunersdorf die Autofahrer. Die Baken stehen einsam und verlassen, Arbeiter waren hier noch nie richtig im Einsatz.
Foto: Privat

Telekom behebt Baustelle in Cunersdorf

Von Sven Günther
Annaberg-Buchholz. Nein, die rot-weiß diagonal gestreiften Baken mit den gelborangen Blinkleuchten auf dem Foto sind kein modernes Kunstwerk, das ein beuys-affiner Künstler zum Thema „Ewige Vergänglichkeit“ zwischen dem alten Cuwifa/Eminett-Gebäude und der Großen Wendschleife installiert hat.

Seit über einem Jahr nervt die Baustelle zwischen Großer Wendeschleife und Cunersdorf die Autofahrer. Die Baken stehen einsam und verlassen, Arbeiter waren hier noch nie richtig im Einsatz.

 

Wir sehen ein typisches Symbol moderner Zeiten, in denen Zuständigkeit-Konstellationen zu ärgerlichen Verzögerungen führen.

Die ärgerlichen Verzögerungen haben ihren Ursprung im Frühjahr 2016. Das Landratsamt Erzgebirgskreis sperrte den Bereich an der Karlsbader Straße im Bereich der Bäckerei Roscher ab, weil der Asphalt nach dem fehlerhaften Verlegen einer Telekom-Leitung federte, sich nicht mehr befestigen ließ. In den Tagen danach wunderten sich die Anwohner, weil nichts passierte. Aus Tagen wurden Wochen – wurden Monate – wurde fast ein Jahr.
Schließlich riefen die Verärgerten beim WochenSpiegel Erzgebirge an, der Landratsamt und Telekom nach den Ursachen fragte.

Aus dem Landratsamt hieß es, dass die Telekom vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) aufgefordert wurde, den Schaden zu beheben. Allerdings hab es Terminprobleme gegeben. Erst wenn die Leerrohre entfernt sind, kann gebaut werden. Man verwies in Sachen Zuständigkeit auf die Telekom.

Von dort bekam der WochenSpiegel Erzgebirge eine Antwort von Pressesprecher Georg von Wagner: „Im Zuge des Brückenneubaus wurden neue Rohre eingebracht. Eine Fertigstellung im vergangenen Jahr scheiterte daran, dass wir im Herbst dem Landratsamt keinen genauen Termin nennen konnten (bevorstehender Wintereinbruch) und dadurch keine verkehrsrechtliche Anordnung erhielten. Die in unserem Auftrag agierende Baufirma wird nach Ostern eine entsprechende Anordnung für das Einziehen der Kabel beantragen. Danach folgen noch die Umschaltungen, sodass weiterhin mit der Fertigstellung im Frühjahr gerechnet werden kann.“

Wer das „Kunstwerk“ also noch einmal besichtigen will, muss sich glücklicherweise beeilen.

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