Thomy: Autokrieg

Der böse Blonde aus dem Weißen Haus hört einfach nicht auf. Er droht der deutschen Automobilindustrie schon wieder mit drastischen Einfuhrzöllen. Die Kanzlerin erklärt, wir seien stolz auf unsere Autos. Gut, dass dies endlich mal jemand offen gesagt hat: Wir dürfen auf etwas stolz sein. Wenn es einen internationalen Mutpreis gäbe – mit diesem Satz hätte sie ihn sich verdient. Allerdings hat dieser überraschende Mutanfall Merkel selbst zutiefst erschreckt. Also setzte sie beschwichtigend hinzu: „Das dürfen wir ja auch.“ So klingt machtgewordenes Duckmäusertum.

Aus Sicht des amerikanischen Präsidenten könnte man das Problem mit den schönen deutschen Autos auch ganz anders sehen. Es sind die Deutschen, die nicht müde werden, der Welt zu erklären, dass die Autos heutiger Bauart das Weltklima irreparabel schädigen. Dass sie feine und unfeine Stäube und unzählige Giftgase mit massenmörderischen Potential freisetzen. Dass sie die Ursache von tausenden Todesopfern sind, die ohne Autoverkehr noch quicklebendig sein könnten. Dass diese Autos ihr toxisches Potential mittels trickreicher Softwaremanipulationen verschleiern. Das man ihren Gebrauch aus gesundheitspolitischen Erwägungen radikal einschränken muss … und so weiter und so weiter. Kurz und gut: wenn man im Herstellerland selbst überzeugt ist, dass es sich um Teufelszeug handelt – ist dann der amerikanische Präsident nicht regelrecht verpflichtet, Schaden von seinem Land abzuwenden und den Import dieser tödlichen Dinger zu erschweren?

Schönes wochenende, wünscht thomy

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