Thomy: Fußball

Fußball ist ein böser Sport. Es geht darum, den Gegner zu besiegen, indem man Tore schießt. Dabei nehmen die Akteure das Risiko von Verletzungen billigend in Kauf.  Außerdem schürt er bei seinen Anhängern die gruppenbezogene Feindlichkeit gegenüber denjenigen Menschen, die andersfarbige Trikots tragen – das führt regelmäßig zu Ausschreitungen. Die Stadien dieses Bössportes verbrauchen Beton, Fläche und Energie. Die Zuschauer emittieren auf ihrem Weg Megatonnen von Feinstaub, CO² und anderen Dreck. Es ist an der Zeit, diesen Sport zeitgemäß neu zu erfinden.

In diesem Sinne sollte zukünftig nicht mehr von Gegnern gesprochen werden, sondern von Partnern. Statt Verletzungen zu riskieren, sollten die Akteure mit schönen artistischen Einzelvorstellungen, bei denen die anderen Spieler am Rand des Feldes zuschauen dürfen, um die Gunst des Publikums werben. Alternativ dazu könnte man auch gemischte Stuhlkreise der Sportler bilden, in denen der Spielverlauf freundlich ausdiskutiert  wird. Der Vorteil dieses Verfahrens läge vor allem darin, dass auch athletisch noch nicht ganz so gut ausgebildete Menschen eine gerechtere Chance hätten, zum positiven Verlauf beizutragen.

Sollte ein derart reformierter Gutsport nicht genug Zuschauerinteresse generieren, wäre es am nachhaltigsten, die Fußballfelder zu Wildpflanzenwiesen zu renaturieren. Die Zuschauer, ausgestattet mit leistungsstarken Ferngläsern,  könnten sich dann am artigen Spiel launig herumflatternder Wildbienen und anderer ganz toller Insekten erfreuen.

Schönes wochenende, wünscht thomy

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