Thomy: Lehrreich

In Dresden findet gerade ein Prozess gegen den netten jungen Mann statt, der sich möglicherweise versehentlich in der Nähe des im vergangenen Jahr rein zufällig nach mehrfacher Messereinwirkung verstorbenen Daniel H. aufhielt. Zum Prozessauftakt forderte die Anwältin des Leichtverdächtigen Richter und Schöffen auf, ihre politischen Überzeugungen offenzulegen, weil sich aus diesen eine Befangenheit begründen könnte.

Diese anwaltliche Verfahrensweise sollte Schule machen. Wer beispielsweise wegen eines Deliktes mit seinem Auto angeklagt wird, könnte seinem Richter folgende Fragen vorlegen: Sind sie Mitglied einer Partei oder politischen Gruppierung, die sich für die Einschränkung des Individualverkehrs und insbesondere von Verbrennungsmotoren einsetzt, wie zum Beispiel die Grünen oder die Deutsche Umwelthilfe? Sympathisieren sie mit derartigen Gruppierungen? Haben sie schon einmal für ökologische Zwecke gespendet oder demonstriert? Haben Sie in irgendeiner Weise öffentlich oder im Familienkreis positiv Stellung zu Aktionen wie „Fridays for Future“ teilgenommen? Waren Mitglieder ihrer Familie oder ihres Freundes- oder Bekanntenkreis je Opfer eines Verkehrsunfalles? Haben sie im Internet schon einmal eine Webseite aufgesucht, auf der die menschengemachte globale Erwärmung bejaht und härtere Maßnahmen dagegen gefordert wurden?

Mal sehen, ob nach derartigen gesinnungsrelevanten Fragen jemand übrig bleibt, der hinreichend unbefangen wäre, einen Raser abzuurteilen. Galgenhumor ist, wenn man trotzdem lacht.

schönes wochenende, wünscht thomy

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