Thomy: Mehr Blitzer

Zur Zeit geht es den Kommunen dank sprudelnder Steuereinnahmen finanziell vergleichsweise gut. Aber es gibt keine Garantie, dass dies so bleibt. Die Konjunktur ist wechselhaft und auf fette Jahre folgen immer mal wieder magere. Deshalb ist es notwendig, zusätzliche Einnahmequellen für die Städte und Gemeinden zu erschließen.  Was liegt näher, als das Bußgeldaufkommen zu erhöhen?

Gegenwärtig bezahlen beispielsweise die Chemnitzer pro Kopf durchschnittlich keine zwanzig Euro Strafe für zu schnelles Fahren – im Jahr! Den meisten Autofahrern dürfte aber fast täglich zumindest eine kleinere Übertretung unterlaufen. Würde man diese konsequenter bestrafen, könnten die Kommunen auch in Zukunft mit einem wunderbaren Geldsegen rechnen. Dazu benötigt man nur mehr und trickreicher aufgestellte Blitzer. Mit den undisziplinierten, die Umwelt verpestenden Autofahrern würde lediglich eine Bevölkerungsgruppe zur Kasse gebeten, die der umfassenden Disziplinierung dringender bedarf als jede andere.

Mancher mag einwenden, dass die Fahrzeuglenker sich fieserweise ihrer Finanzierungsverpflichtung durch Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu entziehen versuchen könnten. Mit flächendeckenden Tempolimits von 30 oder auch 20 km/h könnte man dies verhindern. Und sollten sich die Widerlinge in ihren Blechkarossen in ihrem Geiz eines Tages auch daran halten, könnte man abwechselnd zeitweilige Mindestgeschwindigkeiten festlegen. Immer nach dem Prinzip:  Je verwirrender die Regeln, desto größer die Beute.

Schönes wochenende, wünscht thomy

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