Thomy: Mehr Luft

Trotz moderner Technik kommt aus dem Auspuff jedes Autos ziemlich widerliches Zeug heraus. Das gilt für Benziner und Dieselfahrzeuge. Irgendwann haben sich deshalb verdienstvolle Beamte dazu entschlossen, Gesetze zu erlassen, nach denen die Luft an Straßenkreuzungen sauberer sein muss als in Büroräumen oder Werkhallen. Das war auch gerecht so, denn wer sich auf Arbeit aufhält, tut das freiwillig, während derjenige, der an einer Kreuzung campiert, durch die Härten des Schicksals und die grassierende Wohnungsnot dazu gezwungen ist.

Zur Festlegung der Höhe der Grenzwerte standen den Gesetzeswerkern zwar keine belastbaren medizinischen Untersuchungen zur Verfügung. Man hätte die verschiedenen Vorschläge also auch auf die Felder einer Dartscheibe schreiben können um sich auf denjenigen Wert zu einigen, bei dem die meisten Pfeile stecken blieben. Wie immer die Gesetze auch entstanden sind: nun sind sie einmal da. Und Millionen Menschen entdecken, dass sie an Atembeschwerden leiden und an Vergiftungssymptomen obwohl ihre Lebenserwartung ständig steigt. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um Hysterie, sondern um schwere, wenn auch noch nicht diagnostizierte körperliche Leiden.

Die Grenzwerteritis hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Es existieren ungeheuer viele verschiedene chemische Verbindungen. Sie alle sind, wenn man sie genauer untersucht, irgendwie schädlich. Der Kampf um die globale Entgiftung hat gerade erst begonnen und man darf gespannt sein, zu welchen epochalen Ergebnissen er noch führen wird.

Schönes wochenende, wünscht thomy

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