Thomy: Nachhaltig

Deutschland, korrekter das Land, in dem wir wohnen, galt einst als führend auf dem Gebiet der Technik. Die Zuverlässigkeit seiner Produkte war legendär und noch heute gilt das Label „made in germany“ als Qualitätssiegel. Vorurteile – im Schlechten wie im Guten – sind eben sehr langlebig. Aber wir arbeiten daran, diese abzubauen.

Der Abgasskandal hiesiger Autobauer. Die verglichen mit japanischen Verhältnissen strukturelle Unpünktlichkeit der Bahn. Die Tatsache, dass ein Technischer Überwachungsverein aus Deutschland die Standfestigkeit eines Dammes in Brasilien attestiert, der auseinanderbricht, noch bevor die Prüfer das Land verlassen haben.

Die Liste der technischen Schande ließe sich verlängern. Den größten Beitrag zur Minderung unseres traditionell guten Rufes leistet die unendliche Pannenserie unseres Regierungsfliegers. Diese Woche verspätete sich der Außenminister wegen einer Reifenpanne zur Tagung des UN-Sicherheitsrates. Medienwirksamer kann man die neue Überforderung eines einstigen Hochtechnologielandes nicht zelebrieren.

Vielleicht ist es eine gute Idee, den Pech-und Pannenshuttle endlich einzumotten und zumindest bis zur Inbetriebnahme eines umweltfreundlichen und zuverlässigen Elektrolangstreckenfliegers die Spitzenpolitiker ausschließlich mit Linienmaschinen reisen zu lassen. Das würde den Rest unseres guten Rufes schonen, nachhaltig Kosten sparen und nachhaltig ein nachhaltiges Zeichen für eine nachhaltige Politik der Nachhaltigkeit setzen. Denn wir alle lieben Nachhaltigkeit!

 

schönes wochenende, wünscht thomy

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