Thomy: Quoten

In Brandenburg gilt für die nächste Landtagswahl  die Frauenquote. Danach haben alle Parteien gleich viele Männer und Frauen als Kandidaten aufzustellen. Die Brandenburger waren schon immer ein total innovatives Völkchen. Bisher exportierte das Land jede Menge landwirtschaftliche Produkte, Stahl und Strom; seine industrielle und technologische Überkompetenz hat das Land aus taktischen Gründen bisher erfolgreich geheim gehalten. Dank der Quotenregelwird sich dies aber bestimmt schnell ändern.

Bei allem Respekt vor der Reformkraft der brandenburgischen Regierung  – dieses Quotensystem ist bedauerlicherweise noch nicht gerecht genug. Es benachteiligt in unannehmbarer Weise immer noch all diejenigen Menschen, die sich keinem der beiden Typen zugehörig fühlen. Außerdem hat die moderne Geschlechterforschung zweifelsfrei bewiesen, dass  Geschlecht ohnehin nur eine soziale Konstruktion ist.

Ein richtig gerechtes Quotensystem sollte nicht nur die Mann-Frau-Diverse Relation in ausreichender Weise berücksichtigen. Schon aus Gründen der politischen Nachhaltigkeit ist es auch dringend geboten, dass nicht nur die sexuelle, sondern auch die soziale  Zusammensetzung der Landesbevölkerung in den Kandidatenlisten adäquat widergespiegelt wird. Zukünftig sollte auch sichergestellt werden, dass Maurer, Sozialarbeiter, Landarbeiter, Juristen, Arbeitslose, Lehrer und all die anderen sozialen Existenzformen sich quotenmäßig korrekt in den Kandidatenlisten abgebildet werden. Und die Sache mit der Haarfarbe muss auch noch geklärt werden.

Schönes wochenende, wünscht thomy

 

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