Thomy: Straßenhocker

Wieder mal suchen uns die sogenannten Aktivisten heim. Diesmal blockieren sie ein bisschen den hauptstädtischen Straßenverkehr, was eigentlich nicht so schlimm ist, weil in Berlin ohnehin nicht viel mehr als heiße Luft produziert wird. Die Berichterstattung über die Politparty ist überwiegend wohlwollend. Die spätpubertierenden Straßenhocker werden zu Aktivisten geadelt, weil ihre Überzeugungen mit denen der meisten Berichterstattenden übereinstimmen. Auch in der Abstinenz in Bezug auf physikalische und mathematische Zusammenhänge gibt es große Gemeinsamkeiten zwischen Machern und den Berichterstattern.

Es ist unglaublich, welche Anziehungskraft Phrasen wie „Klimagerechtigkeit“, „Klimaneutralität“ und „Klimanotstand“ entfalten, wenn man sie oft genug wiederholt. Unter Klima versteht man die meteorologischen Durchschnittswerte einer Region; daraus ein Weltklima zusammenzurechnen ist ein ziemlich kühnes Unterfangen.

Polen produziert Strom überwiegend aus Kohle; Frankreich überwiegend aus Atomenergie. Hurra: Die Franzosen sind auf einem guten Weg zur Klimaneutralität. Die Mittelmeeranrainer müssen nicht heizen und brauchen nur wenig Strom für die Industrie. Hurra! Hurra!! Dort leben wahre Klimagerechte! Besonders schick ist der Ruf nach dem Notstand (selbstverständlich durch außerparlamentarischen Aktionismus erwirkt). Im Notstand stirbt die Demokratie – ein Fest für alle Neokommunisten.

Ich halte das ganze Klimagedöns für Gedöns. Was muss ich tun, um den Ehrentitel „Aktivist“ zu bekommen?

Schönes wochenende, wünscht thomy

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