Thomy: Versorgt

Vergangenes Wochenende haben Aktivisten im rheinländischen Garzweiler den Aufstand geprobt und den Tagebau Garzweiler gestürmt. Leider zeigte sich die Polizei im Umgang mit den Grünen Garden nicht so kooperativ, wie es der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung dieser zukunftsfrohen Bewegung angemessen gewesen wäre. Besonders kritikwürdig am Verhalten der Einsatzkräfte ist die mangelhafte Versorgung der Demonstrierenden durch die staatlichen Organe.

Es fehlte an der Darreichung ausreichender Mengen reinen Quellwassers und es wurden auch nicht genügend vielfältige vegane Snacks gereicht. Man kann diese schlimmen Versäumnisse schwerlich entschuldigen und es drängt sich der Verdacht auf, dass die Ordnungshüter nicht nur organisatorisch überfordert, sondern ideologisch noch nicht ausreichend weitergebildet wurden. Schon allein die Tatsache, dass sich diese schlimmen Vorfälle auf rechtsrheinischem Gebiet abspielten, entlarvt die beängstigende Durchseuchung der Uniformträger mit nichtlinkem Gedankengut.

Nicht nur die Säuberung des Polizeiapparates ist dringend geboten. Die aktivistische Besetzung von Tagebauen, Kraftwerken und anderen Brutstätten der kapitalistischen Wirtschaftsweise ist ein Grundrecht, dem Verfassungsrang eingeräumt werden sollte. Außerdem gilt es jetzt, ein breites Bündnis zu schmieden, um das steuerfinanzierte Catering derartiger Events abzusichern. Und es sollte Gratistickets für die Anreise der Gardisten in ihre Einsatzgebiete geben – die Polizisten reisen schließlich auch auf Staatskosten an.

schönes wochenende, wünscht thomy

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