Thomy: Wann geht sie

Erstens: Die Bundeskanzlerin hat die Öffentlichkeit mit der Ankündigung ihres Rücktritts vom Parteivorsitz überrascht. Die Anzahl der Bürger, die diesen Schritt bedauern, dürfte ziemlich überschaubar sein. Die Frage, wer die CDU zukünftig führt, ist für Nichtparteimitglieder eigentlich ziemlich irrelevant. Trotzdem wird die Berichterstattung über die Diadochenkämpfe innerhalb der größten Volkspartei einen breiten Raum einnehmen und wichtigere Dinge aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängen.

Zweitens: Außerdem hat Merkel angekündigt, die verbleibenden drei Jahre bis zum Ende der Legislaturperiode noch durchzuhalten. Das klingt eher wie eine Drohung. Drei Jahre sind nämlich eine verdammt lange Zeit.  Allerdings: Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die Dinge plötzlich ganz anders entwickeln, als es die Kanzlerin angekündigt hat. Insoweit besteht zumindest in dieser Frage noch ein wenig Hoffnung.

Drittens: Es gibt einen schönen Satz aus dem Bereich der Mitarbeiterführung: Erstklassige Führungskräfte heuern erstklassige Stellvertreter an. Zweitklassige Führungskräfte umgeben sich lieber mit drittklassigen Mitarbeitern. Damit wäre sie Situation des für den Parteivorsitz als auch die Kanzlerschaft zur Verfügung stehenden politischen Personales ausreichend beschrieben.

Wie das Rennen auch verlaufen mag: ich verschwinde ein Weilchen im Jahresurlaub und verfolge aus der Ferne, wer uns den Egon machen wird.

Schönes wochenende, wünscht thomy

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