Thomys Welt: Totgesagte

Vor ein paar Monaten waren sich die Kommentatoren der staatstragenden Medien einig, dass die PEGIDA-Bewegung kurz vor ihrem Ende stehe. Entgegen diesen Vorhersagen versammelten sich am vergangenen Montag  schätzungsweise fünftausend Demonstranten in Dresden – trotz Hitze, medialer Verunglimpfung und Biergartenwetter. Es sieht ganz danach aus, dass diese Bürgerbewegung wieder wächst.

Einige ihrer ursprünglichen Forderungen, wie zum Beispiel die nach einer Neuregelung des Asylrechtes, haben inzwischen Einzug in die Schaufensterreden einiger Politiker gefunden. Der massenhafte Zuzug von Menschen aus Ländern, in denen es weder Verfolgung noch Krieg gibt, vergrößert sich ständig.

Die Kapazitäten der Aufnahmeeinrichtungen sind überlastet und die Kosten der Asylindustrie laufen aus dem Ruder. Den Schweigers dieses Landes seien gewinnbringende Investitionen in Menschenlager durchaus gegönnt – aber mit einem Bruchteil des Steuergeldes, das dafür aufgewendet wird, könnte man besser den Hunderttausenden helfen, die kein Geld für die Schleuser aufbringen konnten.

Um vorherzusehen, dass es auch in diesem Jahr einen Winter geben wird, muss man kein ARD-Korrespondent sein. Die mit Jungmännern überfüllten Zeltlager werden dann noch ungemütlicher sein. Unsere Verantwortungsträger beschenken uns überreichlich mit Plattitüden.

Werden sie tatsächlich erklären: „Man sein vom plötzlichen Einbruch der kalten Jahreszeit völlig überrascht worden.“? Ach ja, eigentlich wollte ich ja über PEGIDA schreiben.  Am kommenden Montag  demonstrieren diese Schlimmen in Chemnitz. Totgesagte leben manchmal länger.

Schönes Wochenende,
wünscht thomy

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