Tierschutz: Unterricht im Tierheim in Röhrsdorf

Tierschutz Unterricht im Tierheim Röhrsdorf

Marika Schreiber, die Leiterin im Röhrsdorfer Tierheim, will gemeinsam mit den Tierfreunden vom Verein Kindern und Jugendlichen Themen wie Tierschutz und artgerechte Haltung nahebringen. Foto: rp

Mittelsachsen/Röhrsdorf. Tierschutz und der liebevolle Umgang mit Tieren ist keine Selbstverständlichkeit. Unsere Haustiere sind recht schwache Mitglieder in unserer Gesellschaft, weil sie sich eben nicht oder für den Menschen nur schwer verständlich artikulieren können. Dadurch sind sie uns auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Genau aus diesem Grund wollen die Tierfreunde im Tierheim in Röhrsdorf zukünftig für Kindergärten und Schulen sogenannten tierschutznahen Unterricht anbieten.

„Wir wollen den Kindern bereits im Vorschulalter Begriffe wie artgerechte Haltung, Tierschutz im Allgemeinen und auch den Auslands-Tierschutz nahebringen“, sagte Heimleiterin Marika Schreiber, die auch ausgebildete Tierärztin ist. „Diese Lehrstunden werden wir dann den Schulen und Kindergärten im gesamten Landkreis anbieten“, erklärte sie weiter.

Tierschutz Unterricht beim Tierfreunde helfen Tieren in Not e. V.

Das Ziegenhaus im Longiergehege ist schon fast fertiggestellt. Foto: rp

Für das hautnahe Erleben sind die Tierfreunde bereits dabei, ein Streichelgehege einzurichten. Dort sollen dann zwei Ziegen im sogenannten Ziegenhaus sowie Stallhasen und Meerschweinchen in einem Kleintierhaus Unterkunft finden und den Schülern den richtigen und liebevollen Umgang mit Haustieren vermitteln.
Die Fertigstellung des Streichelgeheges soll Ende April, spätestens jedoch Ende Mai erfolgen.
Die große Schwierigkeit dieser Aufgabe besteht für das Tierheim in Röhrsdorf allerdings auch darin, dass es sich und die geplanten Vorhaben ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge sowie über Spenden finanziert.

Tierschutz Unterricht im Tierheim Röhrsdorf

Die Stallhasen und Meerschweinchen sollen im Kleintierhaus den Schülern den richtigen Umgang mit (Haus-)Tieren vermitteln. Foto:rp

Das liebe Geld ist auch der Grund, weshalb das schon länger geplante Krankenzimmer im Tierheim in Röhrsdorf noch warten muss. Die Kosten für die Kranken“station“ sind so hoch, dass nicht beide Projekte zeitgleich umsetzbar sind.
Dort im Krankenzimmer sollen erkrankte Tiere eine separate Unterbringung finden, bis sie wieder genesen sind, oder einen Ruhebereich für die postoperative Aufwach- und Erholungsungsphase, zum Beispiel nach einer Kastration, erhalten. Um diese hauseigene Krankenstation, die eigentlich dringend benötigt wird, entsprechend einzurichten, fehlen dem Verein derzeit allerdings noch rund 3.000 Euro.

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