Torloses Remis im Sachsenderby zwischen Aue und Dresden

Aues Sören Bertram (rechts) konnte sich nie so richtig in Szene setzen. Foto: Stefan Unger.

Zwar stehen die Veilchen nach dem 1:1 gerade noch über dem Strich, doch ein Sieg im letzten Spiel in Darmstadt würde alle Abstiegssorgen beenden. Bei einer Niederlage oder einem Remis der Auer müsste man nächste Woche auf Schrittmacherdienste von anderen Mannschaften hoffen.
Große Derbystimmung vor ausverkauftem Haus. Zum ersten Mal war am Sonntag beim Abstiegskrimi das neuerbaute Erzgebirgsstadion gegen den Dauerrivalen Dynamo Dresden ausverkauft. Beste äußere Bedingungen machten Hoffnung auf ein ansprechendes Sachsenderby. Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen Dresden (1:4 und 0:4) mussten die Erzgebirger vor dem letzten Spiel in Darmstadt unbedingt das Ostderby siegreich gestalten. Dass daraus aber nicht wurde, haben sich die Auer selbst zuzuschreiben.
Mehr vom Spiel hatten von Beginn an die Gäste aus Elbflorenz, die allerdings am Strafraum der Auer mit ihrem Latein am Ende waren und sich in Runde eins keine Torchancen erarbeiteten. Wie auch die Auer, die im Spiel nach vorn wenig zustande brachten. Aues Offensivabteilung Pascal Köpke, Sören Bertram und Dimitrij Nazarov wurden von ihren Gegenspielern zugedeckt, so dass es unterm Strich eine schwache Vorstellung der Veilchen in der ersten Halbzeit war. In Anbetracht der Tabellensituation und der Konstellation im Abstiegskampf musste es nach dem Pausentee unbedingt besser werden.
Doch die Auer konnten die Elbflorenzer im gesamten Spiel nie so richtig unter Druck setzen und enttäuschten spielerisch erneut. Kaum zwingende Torchancen und keine Ideen im Offensivspiel brachten für die Gäste einen geruhsamen Nachmittag. Immer wieder wurden hohe Bälle auf die Stürmer gespielt, was die kopfballstarken schwarz-gelben Verteidiger stets in Vorteil brachte. Die einzig richtige Torchance ergab sich für die Lila-Weißen erst in der 90. Minute, als Nazarov den Dresdner Torhüter zu einer Glanztat zwang: Munsy flankte aus vollem Lauf, in der Mitte erwischte Nazarov den zu kurz abgewehrten Ball und zwang Schwäbe zu seiner besten Tat an diesem Nachmittag.
„Keine Mannschaft wollte ein Gegentor, das war höchstes Gebot auf beiden Seiten. Wir wollten trotzdem gewinnen. Wichtig für beide Mannschaften ist es, dass man aus eigener Kraft die Klasse halten kann. Ich wünsche Aue alles Gute“, erklärte der Dresdner Trainer Uwe Neuhaus nach der Partie.
„Ich finde es schade, dass wir unseren Fans keinen Sieg geben konnten. Sie haben uns unglaublich unterstützt. Wir fahren nach Darmstadt und können beim Abrufen unserer Leistung optimistisch sein. Ein gerechtes Unentschieden“, waren die Worte des Auer Trainers Hannes Drews.
Aue: Männel – Risutto, Kalig, Tiffert, Cacutalua, Hertner (74. Rapp) – Wydra, Fandrich (87. Bunjaku) – Nazarov, Bertram (80. Munsy), Köpke. Trainer: Hannes Drews.
Ersatzbank: Haas (Tor), Kvesic, Rapp, Bunjaku, Wydra, Strauß, Munsy.
Dresden: Schwäbe – Kreuzer, Franke, Ballas, Heise – Hartmann – Benatelli – Berko (39. Mlapa), Duljevic (72. Horvath) – Testroet, Kone` (88. Röser). Trainer: Uwe Neuhaus.
Ersatzbank: Schubert, Konrad, Röser, Mlapa, Seguin, Fabian Müller, Horvat.
Zuschauer: 16.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück).
Assistenten: Häcker (Pentz), Emmer (Thurmansbang)
Vierter Schiedsrichter: Bacher (Amerang-Kirchensur).

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