Traurige Tränen bei Kult-Wirt Nöske

Kultwirt Jochen Nöske trauert dem Oberwiesenthaler Bürgermeister Mirko Ernst eine Träne nach. Foto: Kristin Schmidt

Jochen Nöske verliert Bürgermeister-Schampus-Wette!

Kurort Oberwiesenthal. Weil der Bürgermeister Mirko Ernst (53) für eine Wiederwahl am 26. September (eventueller 2. Wahlgang am 10. Oktober) nicht mehr zur Verfügung steht, verliert Jochen Nöske (69) eine teure Kiste Champagner an den Hotelier Hans Pankl. Der hatte nämlich gegenüber Nöske schon vor einigen Wochen orakelt: „Mirko Ernst tritt nicht mehr an. Der will bestimmt den ganzen Stress mit Dir nicht noch einmal erleben!“

Der Bürgermeister und der Gastronom stritten sich bis vor das Amtsgericht. Unter anderem, weil Nöske mit einem Foto von Mirko Ernst ohne dessen Einwilligung warb und er das Porträt des Bürgermeisters auf den nackten Körper von Ginger Costello-Wollersheim montierte. Zuletzt hatte der Wirt den Politiker eine Corona-Impfung mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V angeboten.

Trotz der Scharmützel glaubte Nöske im Gespräch mit Prankl an Ernst: „Der Bürgermeister ist im Vergleich zu mir noch jung, der muss noch in die Rente einzahlen. Und er ist ein Vollblutpolitiker und liebt die kritische Auseinandersetzung mit dialogbereiten Bürgern wie mir!“

Mikro Ernst tritt im September nicht erneut zur Wahl an. Foto: André Kaiser

Als Nöske nun seine Wettschuld gegenüber Hans Pankl einlöste, bemerkt er augenzwinkernd: „Mein Bürgermeister wird mir fehlen, einen besseren Werbeträger werde ich wahrscheinlich nie wieder finden.“ Dann lächelt er und meint: „Um Mirkos Stellenwert zu erreichen, müssten sich seine Nachfolger schon mächtig ins Zeug legen!“

Als Kandidaten stehen aktuell Erik Schulze von der CDU und Jens Benedict vom Bürgerbündnis Einz bereit. Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen lief bis zum 22. Juli. Am 30. Juli wird in öffentlicher Sitzung des Stadtwahlausschusses über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge abgestimmt.

 

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