Trinkwasserqualität – wie gut ist unser Wasser

Trinkwasserqualität Mittelsachsen ZWA Hainichen

Über die Qualität des Trinkwassers wird häufig gemutmaßt. Viele Gerüchte und Ammenmärchen zur Wassergüte sind im Umlauf. Foto: pixabay.com

Mittelsachsen. In den letzten Jahren war beispielsweise in Chemnitz gelegentlich eine potenziell erhöhte Belastung des warmen Trinkwassers mit Legionellen zu verzeichnen.
Laut einer Statistik des Sächsischen Umweltministeriums, die 2015 auf Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Wolfram Günther erstellt wurde, mussten in den letzten zehn Jahren im Landkreis Mittelsachsen sechs Trinkwasserbrunnen wegen zu hoher Nitratwerte geschlossen werden. Nitrate gelangen insbesondere als Bestandteile von Dünger ins Trinkwasser.

Auf unsere Nachfrage nach der gegenwärtigen Situation bezüglich der Trinkwasserqualität im Versorgungsgebiet des  Zweckverbands Kommunale Wasserversorgung/Abwasser-entsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland“ Hainichen sagte uns der Technische Geschäftsleiter der ZWA, Ulrich Pötzsch:
„In unserem Gebiet haben wir eine Fernwasserabdeckung von etwa 75 Prozent. Die Qualität des Fernwassers ist über das gesamte Jahr verteilt relativ konstant, da die Talsperren als großer Wasserkörper geringe Schwankungen in der Rohwasserqualität aufweisen.
Bei örtlichen Angeboten haben wir keinen Schadstoffeintrag durch die industrielle Nutzung, da sich in den Trinkwasserschutzzonen keine Industrie befindet.
Die landwirtschaftliche Nutzung in den Trinkwasserschutzzonen stellt für uns kein Problem dar, da wir mit den Landwirtschaftsbetrieben Verträge abgeschlossen haben, die die Nutzungseinschränkungen beinhalten. Wir konnten in den letzten Jahren auch teilweise Güteverbesserungen verzeichnen.”

Trinkwasserqualität Mittelsachsen ZWA Hainichen

“Der sparsame Umgang mit Wasser führt in unserer Region nur zu sehr geringen Problemen”, so die Aussage vom ZWA Hainichen. Foto: pixabay.com

“Die erwähnte Legionellen-Thematik können wir in dieser Form nicht bestätigen, da unser Laboratorium auch als öffentlich bestellte Stelle diese Untersuchungen als Dienstleistung realisiert. Bei allen untersuchten Proben haben wir bisher nur einen positiven Befund ermittelt, der sich auf eine alte Industrieanlage bezog und deren Nachnutzung nur noch sporadisch vorhanden ist. Dieser Kunde wurde entsprechend beraten und hat die Ursachen abgestellt“, erklärte Ulrich Pötzsch.

Also kann man beruhigt sagen, dass die moderne Wasserspartechnik und der bewusste Umgang der Bürger mit der Ressource Wasser, die ja dazu führen, dass aus den Leitungen weniger Wasser entnommen wird, nicht zu einer Verringerung der Trinkwasserqualität führen.

„Der sparsame Umgang mit Wasser führt in unserer Region nur zu sehr geringen Problemen, die wir durch zusätzliche Spülungen beherrschen. Die fehlende Zirkulation ist nur ein Problem, wenn kein Ringleitungssystem vorhanden ist, sondern die Versorgung über ein sogenanntes Verästelungsnetz erfolgt.
In der Regel sind unsere Wasserversorgungssysteme Ringsysteme, um eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Somit kommt es nicht zu großen Stagnationsproblemen.
Weiterhin haben wir in den letzten Jahren die Hausanschlüsse zurückgebaut, wo keine Entnahme mehr stattgefunden hat“, führte der Technische Geschäftsleiter der ZWA Hainichen, Ulrich Pötzsch, dazu abschließend aus.

Trinkwasserqualität Mittelsachsen ZWA Hainichen

Das Trinkwasser in Mittelsachsen ist unbelastet. Alle Werte bewegen sich im Normbereich und werden regelmäßig kontrolliert. Foto: rp

Zudem drohen Bußgelder, wenn einer regelmäßigen Prüfung und dem ordnungsgemäßen Betrieb der Versorgungsanlagen nicht nachgekommen wird.

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