Trinkwassertalsperre Eibenstock mit niedrigstem Wasserstand seit 33 Jahren

Staumeister Reiner Lautenschläger. Fotos: Daniel Unger

Eibenstock/Chemnitz/Zwickau. Die andauernde Trockenheit macht auch vor den Trinkwassertalsperren unserer Region nicht halt. “Wir haben in der Talsperre Eibenstock den niedrigsten Wasserstand seit 07.04.1985”, sagt Staumeister Reiner Lautenschläger (61). Der Wasserpegel sei um 9,70 Meter gesunken, die Talsperre noch zu 59,1 Prozent gefüllt.

Kein Grund zur Sorge sagt Lautenschläger: “Circa 20 Millionen Kubikmeter Trinkwasser geben wir pro Jahr ab und haben derzeit jedoch noch 38 Millionen Kubikmeter Wasser in der Talsperre. Im Frühjahr sind wir sicher wieder voll”, schaut er optimistisch in die Zukunft. Am Monatsende werden es noch etwa 36 Millionen Kubikmeter Wasser sein.

“Wir versorgen ja nicht nur Chemnitz und Zwickau mit Trinkwasser, sondern wir müssen ja auch die niedrigen Pegelstände der Mulde ausgleichen.” Es gibt sieben Entnahmestellen in verschiedenen Höhen an der Talsperrenmauer. Eine Entnahmestelle liegt bereits trocken.

“Das bereitet uns aber keine Probleme. Wir haben noch sechs Entnahmestellen und derzeit haben wir auch mit den Wassertemperaturen keine Probleme, da wir fast Vollzirkulation des Wassers haben” ergänzt Lautenschläger. Trinkwasser sollte bei der Abgabe nicht über 12 Grad Wassertemperatur liegen. Durch die derzeitigen Temperaturen kann also das Wasser problemlos in allen Höhen/Tiefen entnommen werden.

Von der Talsperre Eibenstock aus geht das Trinkwasser durch Stollen und Rohrleitungen und kommt übrigens ohne Pumpen bis zum Endverbraucher. Probleme mit der Trinkwasserversorgung wird es wegen der andauernden Trockenheit also keine geben.

“Laut Wasserwirtschaftsplan haben wir derzeit Bereitstellungsstufe 1 von 3, bedeutet wir haben den Ausgleich der Pegel der Mulde etwas zurückgefahren” so Lautenschläger. Für Spaziergänger ist der niedrige Wasserstand interessant anzuschauen. Felsformationen die man sonst unter Wasser sind, kann man jetzt bestaunen.

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