Twitterview mit Gesundheitsministerin Klepsch

Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Foto: Jürgen Lösel

Zur Sache, Frau Ministerin. Sie haben 140 Zeichen!!

Von Sven Günther
Dresden. Lange Reden, gefeilte Formulierungen, ausgewogene Analysen. Politiker lieben die Ausführlichkeit – und wundern sich, dass die Generation Klick ihnen nicht mehr folgen will. Was wäre, wenn auch Minister, Gewählte & Co. nur 140 Twitterzeichen zur Verfügung hätten. Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) wagt das Experiment. Lesen Sie das erste Twitterview mit ihr.

Wie lautet Ihre Diagnose zum sächsischen Gesundheitssystem?
Es ist gesund. Und wir tun viel dafür, dass es auch gesund bleibt. Das geht nur mit Partnern wie unseren Ärzten, Pflegern und Krankenhäusern

Was tun sie dafür?
Der Staat fördert z.B. Krankenhäuser und Telemedizin. Hat aber nicht auf alles Einfluss. Stichwort Selbstverwaltung des Gesundheitswesens

Problem 1: Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind durch Nicht-Notfall-Patienten überlasstet. Dagegen hilft?
Verantwortung! Rettungsdienst und Notaufnahmen sind nur für lebendbedrohliche und schwere Fälle da. Das sollte jeder Patient bedenken

Was, wenn man einen Arzt trotzdem schnell braucht?
Wenn keine Sprechstunden sind (19 bis 7 Uhr, Wochenende) die 116 117 anrufen. Arztvermittlung durch den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

Problem 2: Bei den sächsischen Hausärzten sind 26 Prozent 60 Jahre oder älter: Ihr Rezept?
Stipendien, die Mediziner früh an eine Landarzttätigkeit binden! Mehr Weiterbildungsstellen in Krankenhäusern und Praxen in den Regionen.

Problem 3: Um einen Facharzt-Termin zu bekommen, dauert es oft Wochen. Haben Sie dagegen eine Therapie?
Die Terminservicestelle anrufen: 0341 23493733. Gesetzlich Versicherte mit dringlicher Überweisung bekommen zeitnah einen Facharzt-Termin.

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