Überragend, eindrucksvoll, atemraubend

Synchronität an zehn Doppeltüchern, Hebeakrobatik am Boden untermalt vom Orchester des Theaters Plauen-Zwickau bildeten ein Erlebnis für Auge und Ohr. Foto: tsc

Synchronität an zehn Doppeltüchern, Hebeakrobatik am Boden untermalt vom Orchester des Theaters Plauen-Zwickau bildeten ein Erlebnis für Auge und Ohr. Foto: tsc

Zwickau. „Das war artistisch-turnerisches Können von Weltklasse, eine fernsehreife Revue, für die es beim Circque de Monte Carlo zweifelsohne mehr als einen bronzenen Clown gegeben hätte!“, war Bernd Klaus nicht als Einziger dieser Meinung. „Dafür, dass das alles Amateure sind, sollte die Show nicht spektakulär, sondern sensationell heißen!“, geriet auch Marlies Görner ins Schwärmen. Alle Besucher der Show „Spektakulär“ wussten Gesehenes nicht recht in Superlative zu fassen. Die Fliegenden Sachsen hatten anlässlich ihres 20jährigen Bestehens in die Stadthalle eingeladen und hätten die Stadthalle – allein schon gemessen am Aufwand – sicherlich nicht nur am vergangenen Samstag gefüllt.

Mit über zwanzig Darbietungen, unterstützt, und das Programm auflockernd, von den „Karo Dancers“, Stelzenläufer des Mondstaub-Theaters, der Gruppe „Happy feeling“ sowie dem Orchester des Theaters Plauen-Zwickau, bot sich dem Publikum ein 150 Minuten lang drehendes Karussell eindrucksvollen sensationellen Turnens am Boden und – dem Namen Fliegende Sachsen folge leistend – zu gut siebzig Prozent in der Luft. Unabhängig von Alter und Geschlecht zeigten die Sportlerinnen und Sportler, wie sich erlernte Beweglichkeit, koordinative Perfektion, statische wie dynamische Kondition in einfachen genau ausgeführten oder schwierigeren Übungen niederschlägt.

Kontrolliert wagemutig wie elegant ging es an Doppeltuchschlauf- und Doppelschlapp-Seilen, Strapaten und unterschiedlichen Trapezen Schlag auf Schlag, agierten Bungees plötzlich aus dem Dunkel der Stadthallen-Kuppel. Alles mit ungeheurer Geschwindigkeit, absolutem Timing und Synchronität sowie neben dem kleinen Finale vor der Pause und dem großen Schlussbild geschickt gesetzte Highlights wie ein freihändig ausbalancierter Spagat in der Doppeltuchschlaufe, die Strapaten-nummer von Fine Bergmann und Simon Krauß sowie die mit absoluter Synchronität an zehn Doppeltüchern vorgeführte Akrobatik. Bei aller Begeisterung und gut zehn Minuten tosendem Applaus gab es am Ende eine Wermutstropfen: Bei Akrobaten gibt´s keine Zugabe. tsc

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