Umfrage: In Zwickau lässt´s sich leben

Die Zwickauer mögen ihre Stadt. Trotz einiger Abstriche. Foto: Alice Jagals

Die Zwickauer mögen ihre Stadt. Trotz einiger Abstriche. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Eines vorweg: Die Zwickauer leben gern in ihrer Stadt. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Kosis-Gemeinschaft Urban Audit in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Städtestatistiker.

Bereits zum dritten Mal, nach 2009 und 2012, ließ die Stadt eine solche Umfrage mit 500 Probanten per Telefon durchführen.
Zwar sank die Zufriedenheit mit öffentlichen Flächen, wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen, im Vergleich zu 2012, liegt aber immer noch bei 78 Prozent und damit fast so hoch wie 2009. Der Gesundheitssektor erfährt eine leicht geringere Bewertung. Nach 50 Prozent im Jahr 2009 und 63 Prozent im Jahr 2012 geben nun 68 Prozent der Befragten an, mit den Sportanlagen zufrieden zu sein. Sehr zufrieden sind die Zwickauer mit den kulturellen Einrichtungen (85 %). Allerdings sank dieser Wert um sechs Prozent – trotz der Eröffnung des Max-Pechstein-Museums oder der Stadtbibliothek im Kornhaus.

Eine der relativ schlechtesten Bewertungen erfuhr der Zustand von Straßen und Gebäuden. Hier liegt die Zufriedenheit 4 Prozent niedriger als 2012 und nun bei 53 Prozent. Gesunken ist auch die Bewertung des Einzelhandels, obwohl immerhin rund Dreiviertel aller Befragten hierüber zufrieden sind. Ähnlich ist die Einschätzung der Sauberkeit (2012: 80 %, 2015: 76%).

Dass der Zuzug von Ausländern die Menschen beschäftigt, spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Umfrage wieder: Nur 49 % (2012: 63 %) glauben, dass Ausländer in Zwickau gut integriert seien. 87 Prozent der Befragten geben jedoch an, dass man im Allgemeinen den Menschen in Zwickau trauen kann. Das Armutsproblem spielt seit 2009 zusehends eine geringere Rolle.

Pressesprecher Mathias Merz betonte, dass es zwar eine repräsentative Umfrage sei, allerdings natürlich subjektive Meinung im Mittelpunkt stehen. Die Verwaltung selbst wird nun die Ergebnisse genauer auswerten. Besonders die negative Meinung zur Straßenbeschaffenheit lässt sich kaum weiter berücksichtigen, „da die Stadt bereits jährlich zweistellige Millionen Beträge für die Sanierungen von Straßen aufgebracht hat“, so Merz. Besser handeln könne man hingegen bei der Sauberkeit. Im Kulturellen Bereich hofft man, mit der Sanierung der Neuen Welt und des Gewandhauses bei der nächsten Umfrage in drei Jahren wieder mehr punkten zu können – wenn das Budget dafür da sein sollte. Doch das beläuft sich auf gerade einmal 7.200 Euro.

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