Umweltminister und Landrat besuchten gemeinsam die REIKAN in Freiberg

Am 7. Dezember besuchten der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther und der Landrat des Landkreises Mittelsachsen Matthias Damm die Firma REIKAN in Freiberg. Dabei ging es u.a. um Recycling, Kreislaufwirtschaft und Bürokratielast für mittelständische Unternehmen. Denn die Wiederverwendung recycelter Stoffe ist ein zentrales Thema des Umwelt- und Naturschutzes.
Es ist breites gesellschaftliches Anliegen, natürliche Ressourcen zu schonen und damit zum Erhalt der Natur und des naturnahen Lebensraums beizutragen. Noch nicht so verbreitet ist das Wissen über recycelte und damit wiederverwendbare Wertstoffe. Unternehmen wie die Reikan GmbH stellen sich nicht nur dieser Herausforderungen, sondern setzen mit neuen Verfahren und Entwicklungen neue Impulse.
„Und darum ist es gut und richtig, dass der sächsische Umweltminister und der Landrat unser Unternehmen besuchen“ – so der Sprecher der REIKAN Gruppe Steve Ittershagen. „Es geht darum sowohl den Minister als auch den Landrat aus erster Hand zu informieren, Möglichkeiten darzustellen und auch das Thema generell in einen entsprechenden Focus zu rücken.“
In dem anderthalbstündigen Gespräch wurden verschiedene Probleme erörtert. Der bürokratische Druck auf Entsorgungs- und Recyclingunternehmen ist durch eine Flut an Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Regelungen enorm gewachsen.
Landrat Matthias Damm sagt hierzu: „Die Entsorgungs- und Recyclingunternehmen unterliegen einer sehr hohen Vorschriften- und Reglungsdichte. Es wird perspektivisch eine der Hauptaufgaben der Behörden sein, durch Sach- und Fachkompetenz in den betreffenden Verwaltungen gemeinsam mit den Unternehmen die wachsenden Herausforderungen zu meistern, wobei die überregional einheitliche Anwendung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aber auch bei der Bevölkerung muss für mehr Verständnis geworben werden – erst wenn sich jeder, der seinen Joghurtbecher ausgelehrt hat bewusst ist, wie es mit diesem weitergeht, sind wir ein ganzes Stück vorangekommen“
Umweltminister Wolfram Günther sagt: „Als erstes gilt es, Abfälle überhaupt zu vermeiden und nicht mehr benötigte Dinge wiederzuverwenden. Die Wertstoffe, die in nicht vermeidbaren Abfällen enthalten sind, müssen durch echte Kreislaufwirtschaft möglichst vollständig in die Wirtschaftskreisläufe zurückgebracht werden. Das ist unser Ziel für eine ökologisch ausgerichtete, zukunftsorientierte und nachhaltige Abfallwirtschaft. Innovative Ansätze im Recycling und die Substituierung von Primärrohstoffen müssen wir als Staat begleiten und fördern. Zugleich ist es eine Aufgabe von Industrie und Wertstoffwirtschaft, hier zu echten Schritten nach vorne zu kommen. Deponierung hat keine Zukunft. Grundsätzlich gilt selbstverständlich, dass Vorschriften eingehalten werden. Zugleich setze ich mich dafür ein, dass ihr Vollzug im Bereich der Abfall- und Wertstoffwirtschaft einheitlich erfolgt. Dazu streben wir eine engere Zusammenarbeit mit der Entsorgungswirtschaft an.
Zusammenfassend stellt Steve Ittershagen fest: „Recycling in seiner ganzen Bandbreite ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung – besonders was die Bürokratielast für die Unternehmen angeht aber auch was die Akzeptanz in der Breite der Bevölkerung betrifft. Wir haben im Freistaat Sachsen und in den Landkreisen großen Handlungsbedarf – das konnten wir dem Staatsminister und dem Landrat verdeutlichen, aber ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Austausch einen wichtigen Schritt gegangen sind, um gemeinsam Lösungen zu finden.“

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