Ungewöhnlicher Bundeswehr-Einsatz abgeschlossen

Auch im Forstbezirk Eibenstock waren die Bundeswehr-Soldaten im Einsatz.
Foto: Staatsbetrieb Sachsenforst / Michael Pfalz

Region. Es war ein ungewöhnlicher Einsatz der 51 Bundeswehrsoldaten, der kürzlich nach vier Wochen seinen erfolgreichen Abschluss fand.
Ihr Feind: der Borkenkäfer, der sich im sächsischen Landeswald extrem vermehrt und Sachsenforst große Sorgen bereitet.

Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst: „Ich danke den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft für die Ermöglichung dieser schnellen und zielführenden Hilfe in der aktuellen Ausnahmesituation. Die Soldaten haben mit großem Engagement und in enger Zusammenarbeit mit unseren Revierleitern und Waldarbeitern den Wald an vielen Stellen vor größeren Schäden bewahrt.“

Insgesamt leisteten die Soldaten in 17 Revieren der Forstbezirke Bärenfels, Marienberg, Neudorf, Eibenstock und Chemnitz eingesetzt 8.200 Einsatzstunden ab, entrindeten rund 2.100 Kubikmeter Schadholz, was gut 85 Lkw-Ladungen oder 400 Hektar sanierte Waldfläche entspricht, so Sachsenforst.

Zum Einsatz kamen neben Soldaten aus Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen auch sächsische Einheiten der Offiziersschule des Heeres Dresden und der Unteroffiziersschule des Heeres Delitzsch, offensichtlich keine Minute zu früh, da „durch die Fällung und Entrindung befallener Bäume die Entwicklung der sich darin vermehrenden Käfer gestoppt wurde“, so Sachsenforst. „Die Soldaten wurden vor allem an Orten eingesetzt, an denen noch wenige Bäume, verteilt über größere Flächen befallen sind. Durch diese frühzeitigen Maßnahmen konnte an diesen Orten ein flächiges Absterben der umliegenden Fichtenbestände effektiv verhindert werden.“

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