Uni löst menschliches ÖPNV-Problem

Forscher der TU Chemnitz entwickeln ein ÖPNV-Projekt der Zukunft, bei denen es keine Busfahrer mehr geben wird. Foto: TU Chemnitz

Ein Bus ohne Fahrer

Von Sven Günther
Region. Das größte Problem des ÖPNV ist ein menschliches! Moderne Busse gibt es genügend, Geld für den Kauf wird immer wieder bereitgestellt. Auch die Einsicht, dass der Ausbau des Nahverkehrs-Netzes einen unverzichtbaren Anteil am Klimaschutz hat, ist vorhanden. Was aber fehlt sind genügend Busfahrer!

Doch die werden vielleicht bald nicht mehr benötigt! Aktuell forschen Wissenschaftler der TU Chemnitz an der autonomer Mobilität im ländlichen Raum. Sechs fahrerlose elektrische Shuttles sind seit November 2020 in Kronach, Hof und Rehau unterwegs, bieten Platz für zehn Passagiere.

Das an dem Projekt beteiligte Konsortium umfasst zehn Partner: Dazu gehören neben der Professur für Nachrichtentechnik (Prof. Dr. Klaus Mößner) der Technischen Universität Chemnitz unter anderem die Städte Hof und Rehau sowie die Landkreise Kronach und Hof. Ergänzt wird das Konsortium von den Industriepartnern DB Regio Bus, REHAU AG + Co. und dem Konsortialführer Valeo in Kronach sowie den Hochschulen Hof und Coburg. Koordiniert wird das Projekt von der Berliner Mobilitätsberatung Nuts One.

Prof. Mößner arbeitet mit seinem Team an der Verbesserung der Fahrzeug-Umfeld-Wahrnehmung. Der Titel des Progamms: V2X (Vehicle-to-Everything Technologie). Das Ziel: Autos, die vorausschauend fahren, miteinander sprechen und Informationen über die Verkehrslage austauschen.

Ist die Fahrbahn frei? Wie wird die Ampel schalten? Sind Fußgängerinnen beziehungsweise Fußgänger an der Kreuzung? Für eine komfortable autonome Navigation ist es unerlässlich, dass das Fahrzeug weiß, wie die Route auf dem nächsten Kilometer beschaffen ist. Dafür muss es mit anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern wie Fahrzeuge, Ampeln oder Verkehrsschilder durch Sensoren in Echtzeit kommunizieren und Daten austauschen. Dann kann das autonome Fahrzeug auch auf Situationen wie eine schwer einsehbare Kreuzung reagieren.

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