Unsere Region von 1678

Handschriftliche Landkarte des Freiberger Umland wurde restauriert

Die Vertreter der Saxonia-Freiberg-Stiftung: v. li. Kuratoriumsvorsitzender Bernd-Erwin Schramm, Dr. Karl-Heinz Eulenberger (Vorstand), Knut Neumann, der Vorstandsvorsitzende Alexander Eisenblätter und Jörg Woidniok (Vorstand) sowie Oberbürgermeister Sven Krüger bestaunten die historische Karte und ließen sich von Stadtarchivarin Dr. Ines Lorenz die Details erklären. Foto:: Constanze Lenk

Eine handschriftliche Landkarte von 1678 wurde restauriert und am 23. Juli zurück an das Stadtarchiv Freiberg gegangen.
Die Karte war stark beschädigt, hatte zahlreiche tiefe Einrisse an den Rändern sowie Knicke und Risse auf der Fläche. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes musste sie in den letzten Jahren für die öffentliche Nutzung gesperrt werden. Nun ist der großformatige Plan (1,29 x 1,62 Meter), der das Freiberger Umland darstellt, restauriert. Die Kosten dafür hat die Saxonia-Freiberg-Stiftung übernommen. Im Beisein von Oberbürgermeister Sven Krüger und Vertretern der Stiftung nahm Stadtarchivarin Dr. Ines Lorenz die wertvolle Karte in Empfang.
Diese Landkarten wurde von 1676 bis 1678 vom Marienberger Markscheider Adam Schneider angefertigt. Dargestellt ist ein Grundriss der um die Stadt Freiberg gelegenen Felder, Wälder, Berg- und anderer Gebäude. Sie wurde von Hand mit Tusche gezeichnet und ist teilweise koloriert. Freibergs Bürgermeister Jeremias Graupitz hatte die Karte in Auftrag gegeben. Am 13. Juli 1678 übergab Adam Schneider die Karte dem nun aktiven Freiberger Bürgermeister Martin Albert. Der Rat zahlte dafür 57 Gulden und drei Groschen.
Für Bernd-Erwin Schramm, Kuratoriumsvorsitzender der Saxonia-Freiberg-Stiftung war es eine große Freude, beim Erhalt der Karte geholfen zu haben und er versprach, dass die Stiftung für weitere Aufträge zur Verfügung steht. Dr. Ines Lorens dankte für die große Unterstützung zum Erhalt des wertvollen Gutes. Die Restaurierung hat etwa ein halbes Jahr gedauert und wurde in einer Leipziger Werkstatt durchgeführt.
Insgesamt werden im Stadtarchiv Freiberg rund 21.000 Karten, Pläne und Risse verwahrt. Die Kartenüberlieferung beginnt dabei 1554. Die jetzt restaurierte Karte gehört zu den ältesten im Bestand vorhandenen Karten und ist neben dem Lageplan mit sehr dekorativen Details, wie einen großen Stadtwappen und einer kolorierten Windrose gestaltet. Nutzern wird sie künftig in digitaler Form zur Verfügung stehen. Forscher und Historiker können das Original einsehen.
Fotos: Constanze Lenk

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