Unsere Wahlgeheimnisse!

Am 1. September wurde in Sachsen gewählt. Die Statistiker analysierten die Ergebnisse. Foto: fotolia.de

43 Prozent der Wähler sind über 60 Jahre alt

Sachsen. Sie haben ausgezählt, hochgerechnet und addiert. Sachsen Statistiker analysierten die Ergebnisse der Landtagswahl vom 1. September dieses Jahres ganz genau analysiert.
In 128 Urnen- und 21 Briefwahlbezirken lag ein gesondert ge-kennzeichneter Stimmzettel aus. Mit dem konnte das Wahlverhalten von gut vier Prozent der Wahlberechtigten in rund drei Prozent der Wahlbezirke näher untersucht werden.
Auf der Grundlage dieser Stichprobe erfolgte die Hochrechnung für den Freistaat Sachsen.
Dabei zeigt sich beispielsweise, dass…
+ beinahe die Hälfte (43 Prozent) der Wahlberechtigten über 60 Jahre alt waren und deren Wahlbeteiligung (ohne Briefwahl) mit fast 48 Prozent nur minimal unter dem sächsischen Durchschnitt (49,7 Prozent) lag.

+ die Gruppe der Erstwähler (18 bis 21 Jahre) nur knapp drei Prozent der Wahlberechtigten stellt und ihre Wahlbeteiligung zudem unterdurchschnitt-lich (45,9 Prozent) war.

+ sich die meisten Nichtwähler (27,2 Prozent) in der Gruppe „über 70 Jahre“ befanden, die niedrigste Wahlbeteiligung (37,5 Prozent) jedoch bei Urnen-wählern zwischen 21 und 25 Jahren registriert wurde.

+ den stärksten Gebrauch von ihrem grundgesetzlich verbrieften Recht auf Stimmabgabe (56,8 Prozent) Wahlberechtigte zwischen 45 und 50 Jahren gefolgt von der Altersgruppe „40 bis 45 Jahre“ (55,6 Prozent) machten.

+ ungültige Stimmen zum überwiegenden Teil Wahlberechtigte über 70 Jahre abgaben und dabei in zwei Drittel (Direktstimme) beziehungsweise fast der Hälfte (Listenstimme) aller Fälle ein leerer bzw. durchgestrichener Stimmzettel in die Urne geworfen wurde.

+ sowohl die CDU, DIE LINKE, die SPD als auch die AfD ihre Wählerschaft bei den Direkt- sowie Listenstimmen in den Altersgrupp über 45 Jahren generierten, die der GRÜNEN sich auf die Altersgruppen von 25 bis 60 Jahre konzentrieren und die Hauptwähler der FDP hingegen zwischen 45 und 60 Jahre alt sind.

+ die Hauptwähler von CDU, SPD, GRÜNEN und FDP weiblich sind, die der AfD männlich; bei der Partei DIE LINKE es sich in etwa die Waage hält.

+ in fast 60 Prozent der Fälle beide Kreuze bei ein und derselben Partei gemacht wurden.

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