Veilchen gewinnen souverän Sachsenderby bei Dynamo Dresden

Die beiden Drittliga-Duelle im vergangenen Jahr endeten jeweils 1:1. An der Rückkehr in die Zweite Bundesliga änderte das für beide Kontrahenten nichts. In den letzten sechs Spielen verloren die Auer gegen Dresden kein Punktspiel. Dresden ging ob der Formstärke als klarer Favorit ins Sachsen-Derby. Die Bilanz von Aue gegen den Rivalen lässt sich aber durchaus sehen: keines der letzten vier Duelle mit Dynamo hat man verloren (1/3/0).
Nach seiner Sperre kehrte Christian Tiffert wieder ins Team zurück.

Jubel nach dem zweiten Tor durch Simon Skarlatides. Foto: Gerber

Jubel nach dem zweiten Tor durch Simon Skarlatides. Foto: Gerber

Die Partie begann für die Auer mit einer Schrecksekunde, denn nach einem Pass von rechts kam Teixeira frei zum Abschluss, doch geistesgegenwärtig klärte Martin Männel in der zweiten Minute in höchster Not.
Nach einem furiosem Beginn der Hausherren kamen die Gäste nach etwa einer Viertelstunde immer besser ins Spiel und erreichten ein leichtes spielerisches Übergewicht. Mit viel Kampf, Dynamik und einer hervorragenden Übersicht erspielten sich die Veilchen auch Torchancen. Steve Breitkreuz (16.) nach einer Ecke per Kopf, Cebiu Soukou (20.) Direktschuss und Pascal Köpke (21.) aus Nahdistanz hatten die Auer gleich drei gute Möglichkeiten, um die Führung herauszuschießen.

Die Führung für die Gäste dann in der 32. Minute. Und das hatte sich durchaus angedeutet: Köpke gewinnt an der Eckfahne den Zweikampf und legt zu Kaufmann, der unwiderstehlich in den Strafraum drängt. Sein Schuss mit der Picke wird von Mario Kvesic für Keeper Schwäbe unhaltbar abgefälscht. Die Führung war aufgrund der Spielanteile und Torchancen für Aue nicht unverdient. Danach kontrollierten die Lila-Weißen bis zum Wechsel die Partie und brachten die kostbare Führung sicher in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen nichts. Die Erzgebirger versteckten sich nicht und machten ein tolles Spiel. Dann die Vorentscheidung per Doppelschlag der Gäste. Zunächst brachte nach einer kurzen Ecke Kvesic das Leder scharf in den Strafraum, wo in zentraler Position aus fünf Meter Simon Skarlatidis per Direktschuss in der 54. Minute das vielumjubelte zweite Tor markierte.

Und nur eine Minute später patzte der Dresdner Torhüter Schwäbe, der nach einem Rückpass den Ball direkt vor die Füße von Pascal Köpke brachte. Dynamo war schockiert. In der Folgezeit kamen sie mit dem klaren Rückstand nicht so recht klar und fabrizierten viele Fehlabspiele. Bis auf einen Lattenschuss von Hartmann per Kopf waren kaum Möglichkeiten zu registrieren. Aue diktierte im 4-4-2 System das Geschehen und erarbeitete sich weitere Chancen, ein höherer Sieg war möglich.
„Wir haben uns sehr intensiv vorbereitet und wollten etwas aus Dresden mitnehmen. Es war ein hochverdienter Sieg für uns, weil wir die klar bessere Mannschaft waren und die Partie voll im Griff hatten“, sagte Aues Trainer Pavel Dotchev nach dem Spiel.

Das nächste Spiel des FC Erzgebirge Aue findet am kommenden Mittwoch, ab 17.30 Uhr, zuhause gegen Arminia Bielefeld, statt.
Aue: Männel, Kaufmann, Breitkreuz, Riedel, Hertner, Riese, Tiffert (84. Susac), Kvesic (87. Handle), Soukou, Skarlatidis (71. Samson), Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
Dresden: Schwäbe – Teixeira, J. Müller, Ballas, F. Müller – Hartmann – Gogia, Lambertz, Aosman, Stefaniak – Testroet. Trainer: Uwe Neuhaus.
Tore:
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel). Zuschauer: 30.274.

Der Auer Simon Skarlatidis (rechts) erzielte das wichtige zweite Tor für die Veilchen.

Der Auer Simon Skarlatidis (rechts) erzielte das wichtige zweite Tor für die Veilchen.

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