Veilchen im Sachsenderby-Fieber – Aue nach Remis gegen Bochum nun bei Dynamo in der Pflicht

Die Leistung von Aues Christian Ziffert wird in Dresden mit entscheidend sein. Foto: Stefan Unger

Trainer und Spieler werteten gegen einen starken Gegner das 1:1 als ordentliches Resultat, während viele Zuschauer nach vier Spielen ohne Sieg (letzter Sieg am 22. Oktober 1:0 gegen Regensburg) beim Abgang pfiffen. Pfiffe gegen die eigene Mannschaft – das gab es in Aue noch nicht allzu häufig. Doch die Fans des FC Erzgebirge bewerten das 1:1 gegen den VfL Bochum überraschend kritisch. „Ich verstehe die Pfiffe überhaupt nicht. Wir boten vor allem kämpferisch eine überzeugende Leistung. Dass sollte doch honoriert werden“, erklärte Kapitän Martin Männel.
Doch die Blicke gingen schnell nach vorn. Am kommenden Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr, live auf Sky) heißt der nächste Auswärtsgegner Dynamo Dresden. Es ist so etwas wie der Lieblingsgegner der Veilchen. Denn bei keinem anderen Gegner holten die Lila-Weißen seit dem Abstieg der Elbflorenzer aus der Bundesliga 1995 so viele Auswärtssiege. Das letzte Spiel in Dresden, am 18. September 2016, gewannen die Erzgebirger nach Toren von Kaufmann, Köpke und Skarlatidis ganz klar mit 3:0. Ein erneuter Erfolg an der Elbe würde nicht nur dem Auer Team gut zu Gesicht stehen, sondern die vielen mitgereisten Fans verzücken.
Dynamo hat sich im Montagsspiel durch einen 3:1 Erfolg beim Aufstiegsanwärter Fortuna Düsseldorf viel Selbstbewusstsein für die Partie gegen Aue geholt. Doch die Lila-Weißen haben in den letzten Monaten bewiesen, dass man auswärts eine gute Rolle spielen und jede Mannschaft der Zweiten Bundesliga bezwingen kann. Nach den Pfiffen gegen Bochum wollen die Auer Anhänger diesmal in Elbflorenz nach dem Schlusspfiff jubeln. Das sei ihnen nach dem letzten Debakel in Duisburg vergönnt.

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