Veilchen können noch gewinnen – Sieg beim FC St. Pauli

Sie zahlreichen Auer Fans hatten In Hamburg viel Grund zum Feiern. Foto: Stefan Unger

Sie zahlreichen Auer Fans hatten In Hamburg viel Grund zum Feiern. Foto: Stefan Unger

Aues Trainer Pavel Dotchev krempelte die Auer Mannschaft nach der 2:4 Niederlagen gegen Bochum kräftig um und gab für den gesperrten Christian Tiffert im Mittelfeld Louis Samson eine Chance sich zu zeigen. Zudem spielte Christian Hertner wieder auf seiner angestammten Verteidiger-Position in der Viererkette links, auf der rechten Seite kam Kaufmann zum Einsatz. Und im Tor agierte Neuzugang Christian Haas. Schließlich bekam der Offensivspieler Nicky Adler wieder einmal von Beginn an eine Chance. Er musste allerdings bereist verletzungsbedingt in der 25. Minute aus dem Spiel.

Die Hamburger mussten Sobig ersetzen. Er wurde im Nachhinein für seine Tätlichkeit im letzten Spiel für zwei Spiele gesperrt. Ewald Lienen brachte mit Avevor, Dudziak und Ducksch drei Neue von Beginn an in die Partie. Bouhaddouz, der bisher die meisten Treffer markierte, nahm nach seinem Länderspieleinsatz erst einmal auf der Bank Platz.
Das Spiel begann für die Auer, wie es schlechter hätte nicht beginnen können. Steve Breitkreuz traf in der zweiten Minute Dudziak im Strafraum von hinten an der Wade.

Die Konsequenz: Elfmeter und die frühe Führung für das Heimteam. Ducksch schickt Haas in die rechte Ecke und schiebt flach links ins Tor. Nach der Führung zeigten die Veilchen eine gute Reaktion und erreichten ein spielerisches Übergewicht, ohne aber sich aber kaum Torchancen zu erarbeiten. Der finale Pass kam meistens nicht an. Anders die Kietz-Kicker. Sie erarbeiteten sich drei gute Chancen: Mit einem Antritt und anschließender Grätsche an der Strafraumgrenze verhindert Aues Schlussmann Haas eine Großchance für die konternde Heimelf (31.).

Dann ein weiterer Hochkaräter für St. Pauli. Sobota verlagert das Spiel stark auf die linke Seite, Ducksch schiebt dem gestarteten Buchtmann den Ball in den Lauf. Aus nicht optimalem Winkel versucht dieser es mit links, trifft aber nur das Außennetz (32.). Und schließlich eine weitere verheißungsvolle Aktion der Lienen-Elf: Choi schickte Sobota auf die Reise, der mit Tempo rechts durchbrach und Ducksch im Zentrum bedienen wollte.

Riedel ging erfolgreich dazwischen (34.). Mit der ersten richtig guten Aktion glichen die Lila-Weißen in der 39. Minute durch Stürmer Pascal Köpke mit einem Tor der Marke Weltklasse aus: Cebio Soukou, der beste Spiel auf dem Platz, tankte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und bediente Köpke in zentraler Position. Mit der Hacke beförderte er aus sechs Meter den Ball in die lange Ecke – ein Geniestreich des Sohnes vom Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft.

In der zweiten Hälfte dann ein ähnliches Spiel. Die Gäste kontrollierten die Partie, waren stets präsent und robust in den Zweikämpfen, so dass die Hamburger nur schwer ins Spie fanden. Die Probleme des Tabellenletzten waren merklich. Vor allem in der Offensive offenbarten sich Riesenprobleme. Es war zwar kein schönes Spiel, was beide Teams anboten. Dafür stieg die Spannung ins Unermessliche vor der beeindruckenden Kulisse.

Knifflige Entscheidung in der 73. Minute, für Referee Drees, als Breitkreuz unglücklich auf den Fuß von Bouhaddouz fällt und der Stürmer zu Boden ging. Die Pfeife von Drees blieb aber diesmal stumm.
Aue gelingt der Lucky Punch in der 90. Minute. Pepic bedient mit einem Freistoß auf der linken Seite den aufgerückten Breitkreuz, der die Kugel per Kopf in die Maschen beförderte. Der Innenverteidiger machte seinen Fehler vor dem 0:1 wieder gut. Somit vergrößert Aue die Distanz auf St. Pauli auf fünf Punkte.

Aue: Haas – Kaufmann, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Samson, Riese, Skarlatidis (64. Fandrich) – Kvesic (85. Kvesic), Adler (25. Soukou) – Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
St. Pauli: Himmelmann – Hornschuh, Ziereis (58. Hedenstad, Avevor, Buballa – Nehrig (46. Sahin), Dudziak – Sobota, Buchtmann, Choi (63. Bouhaddouz) – Ducksch. Trainer: Ewald Lienen
Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim).
Zuschauer: 29.300.

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