Veilchen mit nur einem Punkt im Heimspiel gegen Bielefeld

Die Gäste aus Bielefeld standen von Beginn an massiv in der Defensive und setzten nach vorn keine Akzente. Aues Torhüter Martin Männel musste lediglich eine brisante Situation bereinigen und verletzte sich dabei so sehr, dass er in der 38. Minute verletzungsbedingt vom Platz getragen wurde. Für den Kapitän kam der junge Robert Jendrusch zu seinem ersten Zweitligaeinsatz. Die sehr hart auftretenden Bielefelder wurden mit zunehmender Spielzeit immer mehr in die Defensive gedrängt und gerieten in der 43. Minute in Rückstand. Breitkreuz eroberte den Ball im Mittelfeld und leitete einen schnellen Angriff ein. Kaufmann nahm genau Maß und schlug den Ball von rechts gefühlvoll nach innen, wo sich Köpke durchsetzte und den Ball mit etwas Glück und viel Geschick in die Maschen bugsierte. Die Führung der Erzgebirger war beim Seitenwechsel hoch verdient. Die Gäste boten eine schwache Leistung in Runde eins.
Nach dem Wechsel änderte sich dies. Bielefeld kam nun mit mehr Schwung und mehr Power aus der Kabine.
Der unerwartete Ausgleich dann gleich nach dem Wechsel. Die Auer waren offenbar noch in der Kabine und passten bei einem langen Ball nicht richtig auf: Voglsammer leitet das Leder per Kopf in die Mitte zu Cacutalua weiter, der sich in der 48. Minute bedankt und aus 13 Metern ins rechte Eck vollendet.
Das Tor setzte für die Gäste neue Kräfte frei, so dass sie Gleichwertigkeit erreichten und auch die eine oder andere Möglichkeit in Rund zwei herausspielten. Die größte Chance nach dem Ausgleich hatte auf Auer Seite Mario Kvesic, der aus spitzem Winkel zum Schuss kam und im Torhüter Hesl seinen Meister fand. Der eingewechselte Nicky Adler besaß ebenfalls in der 71. Minute eine gute Möglichkeit und schoss aus 18 Meter vorbei. Die Hausherren versuchten immer wieder mit langen und hohen Bällen auf Adler und Köpke zum Erfolg zu kommen. Doch die resolute Hintermannschaft der Arminia war stets auf Höhe der Situation und machte keine Fehler. Auch in Drucksituationen behielten sie den Kopf oben, so dass sich die Lila-Weißen keine hochkarätigen Chancen erarbeiten konnten. Unterm Strich ein gerechtes Remis. Die Gäste machten aus einer richtigen Torchance den Ausgleich und fuhren zufrieden nachhause.
„Zunächst gute Besserung für Martin Männel. Ich weiß genau, wie wichtig er für Aue ist. Mit der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben den Gegner spielen lassen und waren viel zu passiv. So haben wir es uns nicht vorgestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht und auch Chancen erspielt. Es war aber kein tolles Spiel von beiden“, erklärte der Arminia-Trainer Rüdiger Rehm.
„Wir haben sehr gut begonnen. Wir dominierten die erste Hälfte. Das war schon so in Ordnung. Die Mannschaft war etwas geschockt, als Martin Männel raus musste, das habe ich auch in der Halbzeit gemerkt. Leider kam dann nach dem Wechsel das Tor aus dem Nichts. Danach taten wir uns sehr schwer. Mit Robert Jendrusch war ich sehr zufrieden, am Tor konnte er nichts machen“ sagte Aues Trainer Pavel Dotchev.
Das nächste Spiel des FC Erzgebirge Aue findet am kommenden Samstag, ab 13 Uhr, beim Karlsruher SC, statt.
Aue: Männel, Kaufmann, Breitkreuz, Riedel, Hertner, Riese, Tiffert, Kvesic (82. Samson), Soukou, Skarlatidis (67. Adler), Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
Bielefeld: Hesl – Schütz, Behrendt, Cacutalua, Schuppan – Hemlein, Prietl, Salger, M. Görlitz – Klos, Voglsammer (76. Putaro).
Tore: 1:0 Küpke (43.), 1:1 Cacutalua (48.)
Schiedsrichter: Kempkes (Thür). Zuschauer: 7.200

Steve Breitkreuz (r.) gewann zwar alle Kopfbälle, doch den Ausgleich konnte auch er nicht verhindern. Foto: Stefan Unger

Steve Breitkreuz (r.) gewann zwar alle Kopfbälle, doch den Ausgleich konnte auch er nicht verhindern. Foto: Stefan Unger

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