Veilchen mit vermeidbarer Niederlage gegen Union Berlin

Nach einer Sperre war Christian Tiffert (links) wieder dabei und setzte Akzente. Foto: Stefan Unger

Nach einer Sperre war Christian Tiffert (links) wieder dabei und setzte Akzente. Foto: Stefan Unger

Von Beginn an machten die Hauptstädter das Spiel und setzten in der Offensive Akzente. Doch die Abwehr des FC Erzgebirge stand am Beginn der Partie sehr gut und gestattete den Unionern wenig. Aus einer Konterstellung heraus brachten die Auer einige verheißungsvolle Spielzüge nach vorn. Fand Simon Kvesic bei einem fulminanten Fernschuss aus 20 Meter im Torhüter Jakob Busk seinen Meister, so war der Berliner Keeper in der 20. Minute geschlagen.

Das zweite Saisontor für den Kroaten und die Führung für Erzgebirge Aue: Kaufmann ging auf rechts bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball flach und scharf ins Zentrum. Dort verpasste zunächst Köpke, Soukou erwischte den Ball nicht richtig, aber im Rückraum lauerte Kvesic, der aus zehn Metern halblinker Position abzog und traf. Busk wirkte ein wenig unglücklich, unhaltbar war dieser Ball aber nicht.

Danach waren die Veilchen so richtig im Spiel und ließen die Gäste laufen. Torchancen boten sich in der ersten Hälfte für beide allerdings keine mehr. Um so ärgerlich der Ausgleich kurz vor dem Wechsel: Daube schlug einen fälligen Freistoß in die Mitte, Hosiner verlängerte – aus dem Abseits kommend – per Kopf, sodass am langen Eck Quaner frei abschließen kann. Doch der 25-jährige trifft aus kurzer Distanz nur den Pfosten – den Abpraller konnte Kreilach dann allerdings im Tor unterbringen. Der Ausgleich kam wie aus dem Nichts.

Nach dem Wechsel dann umgekehrte Situation. Jetzt machten die Veilchen das Spiel, die Gäste zogen sich zurück und konterten. Die Riesenchance zur Führung für Aue vergab in der 55. Minute Pascal Köpke, der nach einem Grundlinien-Rückpass von Kvesic völlig frei vor dem Tor aus sechs Meter über das Tor schoss. Das machten die Unioner in der 63. Minute besser. Christian Tiffert brachte seinen Keeper mit einem Rückpass in Bedrängnis – der ließ die Kugel dann auch noch verspringen. Quaner war zur Stelle und legte auf Kreilach ab, der dann aus 18 Metern ins leere Tor einschieben konnte.

Die Entscheidung dann in der 82. Minute gegen Aue: Skrzybski wurde von Fürstner halblinks in die Gasse bedient. Torhüter Haas kam erst aus dem Kasten, zögerte dann aber. Der Union-Kapitän hatte
das gesehen und überwand den Torhüter mit einem feinen Heber aus 22 Metern.

Danach versuchten die Auer noch einmal alles, die Rot-Weißen hielten aber stets den Kopf oben und brachten den Sieg sicher nachhause. Torchancen für die Auer wurden nicht mehr herausgespielt, weil das Durchsetzungsvermögen ganz vorn fehlte.

„Ich bin sehr enttäuscht mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel. Wir haben viel Aufwand betrieben. Wir hatten sehr gute Phasen. Wir waren nach dem Wechsel die aktivere Mannschaft. Durch individuelle Fehler sind wir in Rückstand geraten. Wir haben heute viele Sachen richtig gemacht. Leider gewinnt im Fußball nicht immer die bessere Mannschaft“, sagte Aues Trainer Pavel Dotchev.
„Meine Mannschaft hat großen Charakter gezeigt und auch etwas Glück gehabt“, erklärte Unions Trainer Jens Keller nach dem Spiel.

Aue: Haas – Rizzutto, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Tiffert (72. Pepic), Samson (86. Nasarov), Soukou, Kaufmann (78. Skarlatidis) – Kvesic – Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
Union: Busk – Trimmel, Leistner (24. Pogatetz), Puncec, Pedersen – Fürstner – Daube, Kreilach – Skrzybski – Hosiner, Quaner (80. Redondo). Trainer: Jens Keller.
Schiedsrichter: Benjamin Brandt.
Zuschauer: 10.000.

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