Auer Veilchen verlieren erneut

Mit dem ersten Angriff der Partie bediente Eisfeld aus dem Mittelfeld heraus den steil gelaufenen Wurtz, der den Pass perfekt mitnimmt und alleine vor Jendrusch eiskalt einschiebt (2.). Bereits hier sah man, dass die Auer Abwehr nicht sattelfest ist. Trotz allem glich Aue schnell wieder aus. Nach einem Eckball von rechts kommt Breitkreuz an den Ball und prüfte Riemann per Volleyschuss. Der Keeper ist zwar dran, wehrte das Leder aber nach vorne ab – direkt vor die Füße von Köpke, der nur drei Minuten später gedankenschnell abstaubte.
Und in der zwölften Minute war die Partie gedreht. Wieder sah Bochum nach einem Eckball schlecht aus. Die kurz ausgeführte Ecke flankte Riese vom linken Strafraumeck in den Strafraum. Das Leder rutscht bis zum zweiten Pfosten durch, wo Bochums Bastians unfreiwillig für Skarlatsidis vorlegt, der kalt abstaubte.
Eine wahnwitzige Anfangsphase im Lößnitztal: Erneut dauert es keine fünf Minuten bis zum Gegenschlag. Wurtz legt den Ball nach links heraus, wo Eisfeld von der unsortierten Hintermannschaft der Veilchen profitiert und die Kugel sehenswert mit der rechten Innenseite ins rechte Tordreieck schlenzt (14.).
Der Plan von Dotchev, mit Soukou Qualität im Eins gegen Eins auf den Platz bringen, geht auf. Zusammen mit Skarlatidis und Kvesic bildet er die extrem quirlige Dreierreihe im Mittelfeld der Erzgebirgler. Trotz der zwei Gegentore war es eine gute Leistung der Einheimischen.
Zur Halbzeit verabschieden die Auer Anhänger ihr Lieblinge mit einem tosenden Applaus. So wollen sie die Veilchen sehen: Kampf und Einsatzbereitschaft stimmten, trotz der zwei Gegentore.
Gleich nach dem Wechsel dann zwei Chancen für die Gäste, als die Auer Abwehr wieder nicht im Bilde war. Zuerst klärte Torhüter Jendrusch bei einem Distanzschuss ganz stark (52.), dann hatten die Lila-Weißen Glück, als Eisfeld in aussichtsreicher Position aus spitzem Winkel freistehend vergab. (55.).
Nach schöner Vorarbeit hatte Kvesic in der 66. Minute die Chance zur Führung, doch statt mit einem Direktschuss zum Erfolg zu kommen, verdribbelt sich der Offensivspieler.
70. Minute: Wieder führt der Gast: Nach einer unglücklichen Abwehr von Jendrusch kommt Weilandt an den Ball und legt zurück auf Gyamerah. Der zieht von rechts in die Mitte, fasst sich aus 23 Metern mit links ein Herz und überwindet Jendrusch im rechten Eck.
Dann sah Tiffert die Ampelkarte: Der Kapitän setzte abseits des Balles zu einem Schubser gegen Wurtz an. Thomsen wertet diese Aktion als Unsportlichkeit und schickt den Routinier vorzeitig zum Duschen. Danach waren die Lila-Weißen nicht mehr in der Lage Torchancen herauszuspielen.
Schließlich trifft Mlappa in der Nachspielzeit (90.+1) zum 4:2. Im Gegensatz zur Halbzeit pfiffen die meisten Zuschauer nach dem Schlusspfiff.
„Wir sind nach dem schnellen Rückstand gut zurückgekommen. Die Bochumer haben uns sehr früh attackiert. Wenn wir die Führung länger verwaltet hätten, wäre vielleicht etwas möglich für uns gewesen. Die Abstimmung bei uns war leider nicht so, wie man es sich wünscht. Wir hatten durch Kvesic die Riesenchance zur Führung. Wir stehen nun wieder mit leeren Händen da. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, das Spiel aufzuarbeiten“, erklärte Aues Trainer Pavel Dotchev.
Aue: Jendrusch – Kalig, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Riese (75. Toshev), Soukou (66. Samson), Skaratidis – Kvesic (82. Handle), – Köpke.
Bochum: Riemann – Celozzi (60. Gyamerah), Dawidowicz, Bastians, Rieble – Losilla, Stiepermann – Weilandt (90. Saglam), Eisfeld, Wurtz – Mlapa.
Schiedsrichter: Zuschauer: 7.300.

Da war die Welt für den FC Erzgebirge Aue noch in Ordnung. Nach zwölf Minuten jubelte Simon Skarlatidis, als er mit einem straffen Schuss das Spiel gedreht hatte. Foto: Stefan Unger

Da war die Welt für den FC Erzgebirge Aue noch in Ordnung. Nach zwölf Minuten jubelte Simon Skarlatidis, als er mit einem straffen Schuss das Spiel gedreht hatte. Foto: Stefan Unger

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