Veilchen verlieren nach schwachem Auftritt beim Karlsruher SC

Aues Trainer Pavel Dotchev hatte seine Ankündigung wahr gemacht und stellte die Mannschaft aus dem Erzgebirge gegenüber dem Bielefeld-Spiel auf drei Positionen um. Fabian Kalig, Dimitrij Nazarov und Nicky Adler liefen für Fabio Kaufmann, Simon Skarlatidis und Cebio Soukou von Beginn an im Wildparkstadion auf.
Wer einen Sturmlauf des Karlsruher SC erwartet hatte sah sich getäuscht. In einer ereignislosen ersten Hälfte hatten die Veilchen das Spiel gut im Griff und sogar die Riesenchance zur Führung durch Pascal Köpke. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete der FC Erzgebirge sofort um: Köpke wurde in der Spitze gesucht und tauchte plötzlich frei vor Vollath auf. Der Torwart blieb lange stehen und machte sich groß – Köpke scheiterte dann aus 14 Metern am Keeper. Bis zum Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen. Weitere Chancen blieben bis zur Halbzeit Mangelware, auch weil viele Fehlpässe das Spiel beider Mannschaften lähmte und beide ein risikoloses Spiel zeigten.
Die Partie konnte nach der Pause nur besser werden. Wurde sie aber nicht. Die verunsicherten Hausherren spielten wie ein Absteiger und konnten als Heimmannschaft keine Akzente setzen. Pfiffe der eigenen Zuschauer waren die Folge. Die Lila-Weißen hatten durch Mario Kvesic (53. 54.) und Nicky Adler (54.) drei Torchancen durch Schüsse aus der zweiten Reihe, die alle in der Abwehr hängen blieben. Aue gelang aber herzlich wenig. Im Spiel nach vorn sahen die Gäste ganz schwach aus. Richtige Torchancen wurden nicht herausgespielt, so dass die Badener ihr Chance witterten.
Doch wie aus dem Nichts dann die Führung des KSC. Stoppelkamp steckte die Kugel zwischen Breitkreuz und Hertner durch und spielte damit Hoffer frei. Der Joker tauchte frei vor Jendrusch auf und schiebt aus zehn Metern zum 1:0 ein (76.). Die Entscheidung dann elf Minuten später gegen Aue.
Hoffer gewann in der 87. Minute in der Spitze das Kopfballduell gegen Julian Riedel und schaltet dann den Turbo ein. Das Duo lief auf Jendrusch zu. Am Ende überlässt Hoffer die Kugel für Stoppelkamp, der zum 2:0 einschiebt.
Das war die Entscheidung in einem schwachen Spiel, an dem auch die Auer ihren Anteil hatten. Sie investierten vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig und waren über weite Strecken viel zu passiv. Fazit: Gegen schwache Karlsruher war mindestens ein Remis für Aue möglich, lange sah es danach aus.
Das nächste Spiel des FC Erzgebirge Aue findet am Freitag, dem 1. Oktober, ab 18.30 Uhr, zuhause gegen Arminia Bielefeld statt.
Aue: Jendrusch – Kalig, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Riese (80. Skaratidis) – Nazarov, Kvesic (80. Toshev), Adler (69. Soukou) – Köpke.
Karsruhe: Vollath – Valentini, Thoelke, Stoll, Sallahi – Prömel, Stoppelkamp – Mavrias, Yamada -Kamberi (85. Kinsombi), Diamantakos (71. Hoffer).
Tore: 1:0 Hoffer 76.), 2:0 Stoppelkamp (87.)
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen). Zuschauer: 11.000, davon 1.000 Aue-Fans

Der FC Erzgebirge Aue blieb beim Karlsruher SC vieles schuldig und konnte nicht an das Auswärtsspiel in Dresden anknüpfen. Foto: Stefan Unger.

Der FC Erzgebirge Aue blieb beim Karlsruher SC vieles schuldig und konnte nicht an das Auswärtsspiel in Dresden anknüpfen. Foto: Stefan Unger.

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