Veilchen verpassen Sieg durch Eigentor

Keine Niederlage, aber auch kein Sieg für die Veilchen. Die Auer erkämpfen sich regelrecht einen Punkt gegen den HSV. Foto: Alexander Gerber

Am Ende steht gegen den HSV ein 1:1 auf der Anzeigetafel und man weiss nicht so recht ob man sich darüber freuen oder ärgern soll. Die Führung für die Veilchen erzielte Antonio Jonjic in der ersten Hälfte. In der 94. Minute fiel der mehr als glückliche Ausgleich für die Gäste aus dem Norden und lässt so eine etwas ratlose Mannschaft zurück, die aber auf dieser Leistung definitiv aufbauen kann.

Das Spiel gegen den Favoriten aus Hamburg brauche eine gute Viertelstunde um Fahrt aufzunehmen, dann wurde es aber turbulent. Kleine Fouls, Rudelbildungen, die Partie war hart umkämpft und immer mehr wurden die Auer zum Herrscher auf dem Platz.

Nachdem Babacar Gueye in der 20. Minute noch bei einem Kopfball zu ungenau zielte, die Kugel über die Querlatte setzte, sollte es kurze Zeit besser klappen.

Über die rechte Angriffsseite war es John Patrick Strauß, der aus dem Halbfeld den Ball genau an das Eck des Fünfmeterraumes flankte, wo Antonio Jonjic bei einem Abpraller goldrichtig stand und zur Führung einköpfen konnte (23.).

Mit dem Treffer im Rücken wurden die Veilchen immer sicherer und erspielten sich weitere Chancen. Die beste hatte dabei Gueye, der bei einer Flanke von der rechten Seite von Clemens fandrich köpfte er genau gegen den Lauf von Fernandes im Tor der Gäste, leider auch Millimeter neben den Pfosten ins Toraus (40.).

So blieb es bis zum Seitenwechsel bei der verdienten Führung der Auer die unter dem Applaus der Fans in die Kabinen gingen.

Die zweite Hälfte knüpfte nahtlos an die erste an, Aue hielt weiter mit viel Einsatz und Kampf den HSV in Schach und erspielte sich einige Möglichkeiten zur Erhöhung des Ergebnisses. Leider sah Souffiane Messeguem nach rund einer Stunde die Rote Karte, als er einen Konter der Hanseaten regelwidrig stoppte.

Vom Hamburger SV war offensiv nicht viel zu sehen, zwar bekamen die Gäste immer mehr Ballbesitz im Verlauf des Spiels aber es war eigentlich keine zwingende Möglichkeit zum Ausgleich dabei.

So lief die Spielzeit herunter und auch die angezeigten 4 Minuten Nachspielzeit waren schon komplett herunter gelaufen, als es zum schlussendlichen Drama kommen sollte. Doyle hatte urplötzlich nach einem Doppelpass die Chance zum Ausgleich, traf dabei jedoch den Querbalken. Von dort prallte die Kugel genau vor Dirk Carlson auf und beim Klärungsversuch rutschte ihm der Ball mit dem Kopf in die eigenen Maschen. Lähmendes Entsetzen im ausverkauften Stadion war die Folge und der Schlusspfiff ertönte umgehend.

Die Fans feierten nach den kurzen Sekunden der Stille im Stadion ihre Veilchen trotzdem, denn mit dieser Leistung zeigte man, das die Saison mitnichten schon gelaufen ist. Wenn die Auer daran anknüpfen können ist der Weg aus dem Keller der Tabelle definitiv möglich und das sollte auch die Lehre aus diesem Spiel sein. Es geht weiter, immer weiter, am 17.10. mit dem Spiel in Karlsruhe bevor am 22.10. Ingolstadt zu Gast im Erzgebirgsstadion ist, Punkte sammeln ist die Devise dabei.

Spielbericht: Robert Scholz.

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