Verjüngungskur für das Freibad

Staatssekretär Rolf Wilhelm, Eigenbetriebsleiter Firk Schuler, Bürgermeister Casrsten Schmidt und Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel (v.l.n.r.) mit dem Plan für den Badumbau. Foto. Uwe Wolf

Staatssekretär Rolf Wilhelm, Eigenbetriebsleiter Dirk Schuler, Bürgermeister Carsten Schmidt und Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel (v.l.n.r.) mit dem Plan für den Badumbau. Foto. Uwe Wolf

Rußdorf/Glauchau.Die Freibadsaison ist jetzt endgültig vorbei. Kaum haben die Bäder geschlossen, stehen dioe Planungen für den nächsten Sommer vor der Tür. Das Sonnenbad in Rußdorf wird man dann nicht wieder erkennen, denn es wird grundhaft saniert und modernisiert. Mit dem jetzt erfolgten 1. Spatenstich gab es den Startschuss für das rund 3,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Damit ist es das größte Bauvorhaben dieser Art in der Region.

„111 Jahre alt ist unser Freibad jetzt“, sagte Dirk Schuler, Leiter des Eigenbetriebes städtische Bäder.“Das Bad hat eine lange Tradition, ist aber in die Jahre gekommen.“ Ein Beispiel dafür ist die Badfolie im Sprungbereich. Diese wurde 1985 einfach in den Dreck gelegt. Inzwischen wurde sie mehrfach ausgebessert, ist aber dennoch undicht. 40 bis 50 Kubikmeter Wasser mussten zuletzt täglich in das Beckengepumpt werden, um den Wasserstand zu halten. Deshalb gab es schon seit zwölf Jahren Planungen, das Freibad zu modernisieren. Letztendlich scheitere alles an den benötigten Finanzmitteln.

2015 hat der Stadtrat beschlossen, das Freibad zu sanieren und zu modernisieren. 3,6 Millionen Euro werden investiert. Fördermittel für das Vorhaben gibt es nicht.

„Die Beckenfläche wird etwas kleiner werden2, erklärte Dirk Schuler. „Es wird einen 1-, 3- und 5-Meter Sprungturm geben. Das Becken wird fünf 25 Meter-Bahnen besitzen.“ Deutlich aufgewertet wird der Nichtschwimmerbereich. Dort soll es in Zukunft eine 9-Meter Wellenrutsche, einen Strömungskanal, Sprudeldüsen und vieles mehr geben. Der Kleinkinderbereich wird mit einem Sonnensegel ausgestattet sein.

Entstehen soll auch ein neues Sanitärtrakt. Auf dessen Dach ist eine Terrrasse geplant zum gemütlich Kaffeetrinken. Dabei ist der Blick zum Kleinkinder- und Nichtschwimmerbereich jederzeit möglich. „Das Sonnenbad wird zu einer wunderschönen Sache für Limbach-Oberfrohna und das Umland“, freut sich Dirk Schuler. „Die ersten Ausschreibungen sind bereits gelaufen. Wir liegen gut mit den Kosten.“

„Wir werden 2017 eine sehr schöne Einrichtung übergeben können“, meinte Limbach-Oberfrohnas Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel. „Das Bad wird die Stadt weiter aufwerten und viele Besucher anziehen. Die Stadtverwaltung steht geschlossen hinter dem Vorhaben.“

Auch im Glauchauer Freibad werden die Bagger rollen. Dort nehmen die letztes Jahr vorgestellten Planungen für ein neues Kindererlebnisbecken allmählich konkrete Formen an. Der Glauchauer Stadtrat hat die entsprechenden finanziellen Mittel für 2016/17 bereitgestellt, so dass noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Mit der Eröffnung der Badesaison 2017 soll das neue Becken für die kleinen Badegäste eingeweiht werden. Vorgesehen ist auch, dass im Bereich der Liegewiese weiterhin zwei mobile Umkleidekabinen sowie eine neue Toilettenanlage entstehen. Rund 320.000 Euro betragen die geschätzten Baukosten.

Um das Sommerbad langfristig wirtschaftlicher zu gestalten, die marode Bausubstanz zu sanieren und das Bad als Alleinstellungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern in der näheren Umgebung attraktiv darzustellen, wurde ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Das Entwicklungskonzept soll skizzenhaft einen Überblick über die Möglichkeiten bei der Sanierung geben. Hierbei wurde eine Planungsstrategie entwickelt, welche durch verschiedene zeitlich, organisatorisch und finanziell voneinander unabhängige Modernisierungsabschnitte über einen großen Zeitraum durch die Stadt Glauchau umgesetzt werden kann. Der ursprüngliche Charakter der historischen Badeanstalt soll hierbei die Grundlage für die entwickelten Modernisierungsabschnitte darstellen.

Tiefgehende strukturelle Veränderungen der Badanlage sollen vermieden werden, um einen dauerhaften Badbetrieb auch während der zu erwartenden Bautätigkeit gewährleisten zu können. Der Charme der historischen, denkmalgeschützten Anlage soll durch die vorgeschlagenen Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen zu einem modernen, den Anforderungen an heutige Freibäder entsprechenden Bad aufgearbeitet, dabei jedoch nicht zerstört, werden. Es wird davon ausgegangen, dass durch die Umsetzung schon einzelner Modernisierungsschritte das Glauchauer Sommerbad an Attraktivität für die Besucher gewinnt und somit langfristig die zur Erhaltung und den Betrieb notwendigen finanziellen Einnahmen gesichert werden.

Im Endergebnis soll ein zeitgemäßes, wirtschaftliches, abwechslungsreich gestaltetes Freibad mit einer hohen Aktivitätendichte entstehen, welches durch den regional einzigartigen Charakter seiner historischen Anlage konkurrenzfähig gegenüber anderen Freibadanlagen bestehen kann. uw

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