Veronika Bellmann: Reaktion auf kritisches Interview!

Veronika Bellmann Foto: DBT/ von Saldern, Berlin

Veronika Bellmann
Foto: DBT/ von Saldern, Berlin

Die Zimperlichkeit der Klarsichtigen…

Freiberg. Erste Reaktionen auf das Interview (https://www.wochenendspiegel.de/veronika-bellmann-mdb-cdu-spricht-klartext/) von Veronika Bellmann, der Bundestagsabgeordneten der CDU aus der Region Freiberg. Leser melden sich, schreiben ihre Meinung. Diskutieren Sie mit!

Sehr geehrte Frau Bellmann,

mit Ihrem offenen Interview im Freiberger Anzeiger vom 13. Mai haben Sie bewiesen, dass Sie die wahre Stimmung der Bürger im Land kennen. Ich glaube, dass wir ehemaligen DDR-Leute aufgrund unserer üblen Erfahrungen etwas stärker sensibilisiert sind für politische Fehlentwicklungen als viele der alten Bundesbürger, die etwas später begreifen, dass man die Politik nicht gutgläubig allein „denen oben“ überlassen kann, weil es doch immer „jut jejangen es“.

Ich bin nicht Mitglied Ihrer Partei, aber jeher Ihr Wähler gewesen. Aber es tut auch einem Außenstehenden weh, seit Jahren zusehen zu müssen, wie die CDU systematisch von innen demontiert und linkslastiger wurde. Dabei von Modernisierung zu sprechen ist blanker Hohn. Wenn ab er schon die Bürger und Nichtmitglieder den Prozess bereits vor Wahlergebnissen erkennen, wieso bleibt er den CDU-Politikern in Bund und Ländern verborgen? Kennen die wirklich die Entwicklung nur vom Lesen unehrlicher Zeitungen oder aus dem rosa Fernsehen?

Sie, Frau Bellmann, haben doch auch Einblick in die reale Welt „unten“. Ist da niemand mit politischem Verstand, der erkennen kann, dass beispielsweise solch lang anhaltende Bewegung im Land, wie Pegida, anderes und mehr ausdrücken als die Medien behaupten oder zugeben? Die Wahlergebnisse kommen immer sehr spät, da ist es gewöhnlich eben zu spät.

In diesem Zusammenhang gestatten Sie mir aber bitte die Frage, wieso im Bundestag Ihre Gruppe der Klarsichtigeren (Berliner Kreis) so zimperlich vorgeht. Sie waschen dem Bären das Fell, aber machen ihn nicht nass. Ist es wirklich das Mandat, das zu verlieren man nicht riskieren will? Soll der Absturz noch aufgehalten werden, muss man mit der Erneuerung ganz oben anfangen. Alles andere wird nicht glaubwürdig und nicht nachhaltig sein.

Ich danke Ihnen nochmals für Ihre ehrlichen Antworten im Interview (und der Zeitung für die Veröffentlichung) und wünsche Ihnen in Ihrem Bemühen viel, viel Erfolg.

Mit freundlichem Gruß

Dr. Joachim Reinhold

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