Vier Zimmer stehen unnötig leer

Kerstin Täuber freut sich über die Grillspenden von Simone Pech (hinten, blaue Bluse) und reicht sie gerne weiter.
Foto: Alice Jagals

Zwickau. Gemeinsam sitzen Kerstin Täuber, Leiterin des Regenbogenhauses, und ihre Bewohner im Garten ihres Hauses. Kerstin Täuber bietet derzeit 25 Männern und Frauen einen Unterschlupf. Sie haben es aufgrund ihrer Vergangenheit eher schwer, einen Mietvertrag zu bekommen. „Vier Wohnräume stehen derzeit leer. Ich würde mich freuen, wenn die gerichtliche Nutzungsuntersagung wieder aufgehoben werden würde und ich wieder neu vermieten könnte“, sagt sie. Doch bei der Frage, warum das so ist, zuckt die Frau mit dem großen Herz nur noch mit den Schultern. Der Brandschutz sei mittlerweile gewährleistet worden, ein weiterer Grund bestünde darin, dass das Haus in einem Industriegebiet steht und Wohnraum somit ausgeschlossen sei. „Gerade durch die Corona-Zeit haben Menschen ihre Wohnung verloren und ich erhalte Anfragen von gerichtlich bestellten Betreuern“, sagt die gute Seele des Hauses.

Dass das Engagement von Kerstin Täuber den Zwickauern alles andere als egal ist, zeigt deren Hilfsbereitschaft. Firmen bieten ihre Unterstützung inform von Eigenleistungen an. So gibt es beispielsweise eine neue Brandmeldeanlage und einen neuen Sanitärbereich. In dieser Woche wurde ein Grillfest für die Bewohner organisiert, zu dem Wolfgang Kießling, Vereinsvorsitzender von Intertrab e.V., selbst am Grill stand und außerdem 150 Euro aus dem Erlös von Mundschutz-Masken-Verkauf spendete, der aufgrund der Markenrechte des Trabi-Logos zustande kam.

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