Vom modern bis klassisch – Dekorations- und Floristiktrends in diesem Jahr sorgen für Frische und Gemütlichkeit

Chemnitz. Die Adventszeit steht vor der Tür und mit ihr wieder die diesjährigen Trends in Sachen Dekoration. Ähnlich wie im Vorjahr bestimmen auch 2015 Kupfer und Mintgrün sowie das klassische Rot als Farben die Weihnachtsdekoration. „Kupfer wirkt sehr edel und lässt sich mit Schwarz und Weiß in diesem Jahr gekonnt kombinieren. Gleichzeitig liegt bei diesem Trend das Augenmerk auf grafischen Muster und modernen Linien und Formen,“ erklärt David Gehrisch, Floristmeister im Gartenfachmarkt Richter. Dabei wird die klassisch grüne Komponente klar in den Hintergrund gerückt und kommt minimiert bis gar nicht zum Einsatz.

Zweiter Schwerpunkt lehnt sich ebenfalls bereits an einen Trend aus dem Vorjahr an und macht farblich mit Pastelltönen und dem Vintagestyle eine Zeitreise in die 50er und 60er. „Den weihnachtlichen Touch erhält das Konzept durch einen nachempfundenen Winterreif, der die Atmosphäre eines Wintermorgens imitiert. Es ist klar das vertäumte, verspielte Thema in diesem Jahr, bei dem die zarten Farben mit edlen und nostalgischen Mustern sowie Naturmaterialien kombiniert werden,“ beschreibt der Experte diesen Trend. Das ist in diesem Jahr auch das Lieblingsthema des Floritsmeisters, wie er zugibt: „Hier ergeben sich neue Kombinatione mit Farben und gleichzeitig Selbstgemachten, zum Beispiel selbstgestalteten Möbeln usw.“ Auch wie beim Kupfer-Thema werden grüne Bestandteile eher dezent punktiert eingesetzt, anders als im dritten Schwerpunkt.

Hier liegt der Fokus neben dem Klassiker Rot vor allem auf Naturmaterialien. „Von Holz und Zapfen, über getrocknete Wurzeln, Nüssen, Moos bis hin zu Gewürzen wird hier der Wald förmlich nach Hause geholt und versprüht ein eher rustikales Flair,“ so Gehrisch. Farblich wird dabei das Hauptaugenmerk auf Rot und Grün gelegt. Auch Elemente aus den 50er und 60er Jahren, rot-weiß-gepunktete Schleifen, der reduzierte Einsatz von Mintgrün und Printsprüchen findet sich darin wieder. Grundsätzlich rät der Experte auch, dass „die Trends zum Wohnstil passen. Man muss im modernen Räumen nicht an der Tradition festhalten und auf klassische Farben zurückweichen.“ Eher weniger angesagt sind Brombeertöne.

„Die diesjährigen Farbtrends zu Weihnachten passen zu unserer Region. Gold, Kupfer und Cremé arrangieren sich gut zur traditioneller erzgebirgischen Volkskunst. Das Kupferthema passt sicherlich in viele Wohnungn von Chemnitz. Wir spüren, dass nicht jeder globale Trend zur Adventszeit hier funktioniert,“ erklärt Andreas Richter, Geschäftsführer vom Gartenfachmarkt Richter.
Weihnachtstrends lassen sich übers Jahr hinweg bereits an aktuellen Stylingideen aus derMode und dem Wohnbereich ableiten. Denn die Trends zu Weihnachten entstehen bereits Anfang des Jahres.

Klassisch bleibt es auf jeden Fall nachwievor in der Floristik. Denn der Weihnachtsstern ist und bleibt die traditionelle Topfpflanze. „Weihnachtskakteen sind eher noch Überbleibsel aus DDR-Zeiten. Heute gibt es Weihnachtssterne in so vielen Farben und Formen, die gehören einfach in jede Wohnung,“ findet Gehrisch. Aufgrund seiner Herkunft mag es der Weihnachtsstern auch bei Zimmertemperatur, allerdings ohne zu viel zu gießen. Übrigens sind die bunten Blätter der Weihnachtssterne eine Art natürliche  Herbstfärbung.

Bei den Schnittblumen ist der Klassiker zu Weihnachten die Amarylis. „Als klassische Winterblume blüht sie im Dezember und Januar und wird gern für Streuße vor allem an den Festtagen verwendet. Aber auch Tulpen und Flieder, eigentliche Frühlingboten, gibt es jetzt bereits in Sträußen. Als grünes Beiwerk dienen immergrüne Zweige von Tanne, Kiefer und Konifere.“ Ebenfalls in den weihnachtlichen Strauß passen Christrosen. Klassische Farben bei Blumengrüßen sind in der Weihnachtszeit Rot und Weiß.

Wenn es ums Grün geht, dann darf der richtige Weihnachtsbaum nicht fehlen. „Nordmanntannen sind deutlich haltbarer als Fichten, die schnell nadeln. Mit speziellem Frischhaltemittel und regelmäßigem Wasserwechsel im Weihnachtsbaumständer können sich Weihnachtsbäume länger halten,“ rät der Experte. In vielen Familien kommt der Weihnachtsbaum erst am 24. Dezember in das heimsiche Wohnzimmer, bis dahin sollte er kühl gelagert werden. Und dann wird er dort traditionell in Familie angeputzt. ihst

David Gehrisch, Floristmeister im Gartenfachmarkt Richter. Fotos: bit

David Gehrisch, Floristmeister im Gartenfachmarkt Richter. Fotos: bit

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