Was Stoff alles kann

Textile Flächen, wie bei diesen Kissen, werden unter anderem bei an Demenz erkrankten Menschen angewendet. Foto: Alice Jagals

Crimmitschau. Eine neue Ausstellung im ehemaligen Spinnereigebäude der Tuchfabrik Gebr. Pfau zeigt, was Textilindustrie in der heutigen Zeit leisten kann. Am Standort präsentiert sich der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. Unterstützt wurde die Ausstellung vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK). Immerhin zählt die moderne Textil- und Bekleidungsindustrie im Freistaat rund 12.000 Beschäftigte.

Auf einer Etage erleben die Besucher, was Textilien alles können. Dazu zählen die Produktion von Flugzeugfenstern, Anti-Zecken-Socken, Hygienekleidung, Snowboards, Kleidung generell, Baumateralien, Medizinprodukte oder auch Turnschuhe, die komplett im Umkreis von 80 Kilometern hergestellt werden können.

So wird einem einmal mehr ins Bewusstsein gerückt, wie inflationär man mit Textilien umgeht und wie nachhaltig man mit ihnen produzieren kann. Werbung für die einzelnen Firmen, die ihre Produktinnovationen zeigen, soll es hingegen nicht sein. Die Ausstellung soll viel mehr ein Zeichen setzen für das, was die Menschen in Sachsen alles so drauf haben.

Historie erleben
Übrigens: Den Besuch der Ausstellung kann man natürlich prima mit der Ausstellung „TextilBoom.“ verbinden. Als einer der Schauplätze der vierten Sächsischen Landesausstellung präsentiert sich das Spinnereigebäude der historischen Fabrik im neuen Gewand. Von 10 bis 17 Uhr ist das Museum geöffnet. Schon beim Betreten des Eingangsbereiches erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Krempelei. Anschließend kann man den Spinnsaal des Hauses mit seinen Selfaktoren besichtigen. Ein Rundgang im Außenbereich lädt dazu ein, das Fabrikgelände selbst zu erkunden. Bei einem Imbiss oder bei Kaffee und Kuchen kann man sich anschließend stärken, bevor sie die weiteren Angebote nutzen: Jeweils 11:00 und 14:00 Uhr finden Führungen durch die historische Fabrik statt. Das Maschinenhaus auf dem Fabrikgelände ist geöffnet und die restaurierte Dampfmaschine wird regelmäßig vorgeführt.

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