Was wird aus dem Schocken-Kaufhaus?

Es soll wieder Leben in das markante Gebäude einkehren. Foto: Alice Jagals

Crimmitschau. Was macht man mit einem Gebäude, an dem so ziemlich jeder vorbeikommt, aber immer mehr zu verfallen droht? Die Einwohnerversammlung in Crimmitschau am Montagabend hat gezeigt: Die Crimmitschauer wollen das ehemalige Kaufhaus Schocken, welches im Bauhausstil 1928 an der Ecke Badergasse/ Am Mühlgraben errichtet wurde, als markanten Punkt in ihrem Leben wieder haben.

Crimmitschaus Oberbürgermeister André Raphael und Investor Jens Dietrich zeigen die Pläne zur Umgestaltung der Badergasse. Foto: Alice Jagals

Crimmitschaus Oberbürgermeister André Raphael (CDU) ist seit Längerem im Gespräch mit Investor Jens Dietrich, der ein Planungsbüro in Oelsnitz besitzt. Mit seiner Idee, dem Gebäude wieder Leben einzuhauchen, konnte Dietrich in diesem Jahr sogar einen Förderpreis für „Nationale Projekte des Städtebaus“ erhalten.

Und darum geht es: Geplant ist im Erdgeschoss ein Café Schocken sowie eine Multifunktionsfläche zu errichten. Man könne sich durchaus eine Bibliothek vorstellen. „Auf jeden Fall müsse es ein so attraktiver Ort sein, damit die Leute auch her kommen“, so Jens Dietrich. Auch Veranstaltungen könnten dort stattfinden und Büros integriert werden. Die Besucher der Einwohnerversmmlung machten deutlich, dass sie sich einen Ort der Begegnung wünschen.

Im Keller ist dann Platz für Sanitäreinrichtungen und Unterstellmöglichkeiten. Im ersten Obergeschoss könnten bis zu vier Arztpraxen einziehen. In den letzten zwei Etagen sollen 120 bis 150 Quadratmeter große, teils barrierefreie, Loft-Wohnungen den krönenden Abschluss bilden. Damit die Umgebung ebenfalls ansprechender wirkt, sollen die Gebäude in der Badergasse 12, 17 und 19 abgerissen werden. So sollen Parkplätze und ein Grünbereich mit Brunnen in das Areal integriert werden.

Das Projekt kostet rund 5,3 Millionen Euro. 1,3 Millionen Euro würde die Stadt dem Investor zuschießen. 2,6 Millionen Euro zahlt der Bund. aj

Die Bürgerversammlung im Schocken war am Montagabend voll besucht. Foto: Alice Jagals

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