Wasser auf die Mühlen: Endlich wird auf dem Gelände der Mühle Rottluff gebaut

Die Fördervereinsvorsitzende Brigitte Pfüller vor der historischen Mühle. Bevor diese restauriert werden kann, müssen aber Arbeiten im Außenbereich gemacht werden. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz/OT Rottluff. Lange haben die Mitglieder des Fördervereins Karl-Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. auf diesen Tag gewartet: Heute endlich begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände der Mühle Rottluff. „Wir bemühen uns schon seit drei Jahren“, zeigte sich Brigitte Pfüller, Vereinsvorsitzende, erleichtert.

Denn bevor die historische Mühlentechnik im Wohnhaus der Eltern Karl Schmidt-Rottluffs saniert werden kann, müssen erst mal die Voraussetzungen geschaffen werden: „Wir haben bisher werden Strom noch Wasser“, erzählt Brigitte Pfüller. Die Anschlüsse sollen nun in den nächsten Wochen geschaffen werden.

Anschließend kann sich der Mühlenbauer Schumann aus Mulda dann endlich seiner Aufgabe, nämlich den Rekonstruktion- und Renovierungssarbeiten, widmen. Für diese stehen dem Verein Fördermittel aus dem Denkmal-Sonderprogrammm des Bundes in Höhe von rund 160.000 Euro zur Verfügung.

Die voher notwendigen Tiefbauarbeiten sowie die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleistungen muss der Verein allerdings aus eigener Tasche zahlen – immerhin rund 50.000 Euro. Von der Stadt wurden 20.000 Euro im Doppelhaushalt eingestellt, den Rest wollen die Mitglieder über Spenden und Gönner stemmen. Pfüller hofft, dass alle Arbeiten an der Mühle bis 2025 abgeschlossen sind.

Eine Mühle an dem Standort wurde urkundlich erstmals 1548 erwähnt und danach mehrfach umgebaut. Im jahr 1883 wird das Mühlengrundstück vom Mühlenwerksführer Friedrich August Schmidt erworben. Am 1.12.1884 kommt hier sein Sohn Karl Schmidt zur Welt, der später unter dem Namen Karl Schmidt-Rottluff weltweit als Maler Ruhm erlangte.

Der Bau der Anschlüsse hat heute begonnen.

 

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