Weihnachtsmärkte sollen stattfinden

Die Weihnachtsmärkte im Herzen, aber auch Corona im Blick: Frank Vogel, Barbara Klepsch, Frederic Günther und Dirk Hilbert. Foto: Uwe Zenker

Die Weihnachtsmärkte im Herzen und Corona im Blick

Dresden. Wenn die sächsische Kultur- und Tourismusministerin eine echte Erzgebirgerin ist, musste diese Entscheidung fallen…

Barbara Klepsch, Ex-Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz: „Die Weihnachtsmärkte sollen stattfinden können. Sie sind ein bedeutendes Kulturgut in Sachsen mit einer Tradition, die sich durch den gesamten Freistaat zieht. Gleichzeitig sind sie von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung.“

Sie weist aber auch auf ein ABER hin, sagt: „Aktuell sehen wir aber auch: Die zweite lnfektionswelle hat Deutschland erreicht und es gibt täglich neue lnfektionsherde. Daher ist es zum Schutz der Gesundheit wichtig, verantwortungsbewusst und achtsam zu handeln, je nach den Gegebenheiten vor Ort.“

Sie plant, sich mit den Kommunen, Branchen und dem Gesundheitsministerium in einer Art Weihnachtsmarkt-Forum auszutauschen, in dem sich Erfahrungswerte und gute neue ldeen ergänzen werden. Finale Entscheidungen sollen im Oktober getroffen werden!

Erzgebirgslandrat Frank Vogel: ,,Die Weihnachtsmärkte und auch die Bergparaden in den bedeutenden Bergstädten des Erzgebirges sind einzigartig. Sie sind eng
mit den gelebten tief verwurzelten Traditionen der Menschen und ihrer Bergbaukultur verbunden. Die UNESCO-Welterberegion Erzgebirge/Krusnohoi zeigt sich zur Advents- und Weihnachtszeit einmal mehr als Gastgeber für Touristen aus aller Welt. Natürlich ist dies auch ein Wirtschaftsfaktor, in diesem herausfordernden Jahr erst recht. Vor diesem Hintergrund gehen wir die Planungen beherzt an, wohlwissend, dass dies unter Vorbehalt des lnfektionsverlaufes geschehen muss.“

Er sagt klar: „Besonders die ländlichen Regionen haben bewiesen, dass sie mit Herausforderungen umgehen können. lch bin zuversichtlich, dass wir dies gemeinsam schaffen werden.“

Vor allem die Männelmacher schöpfen Hoffnung. Frederic Günther, Chef des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker: „Für das Erzgebirgische Kunsthandwerk ist das Weihnachtsgeschäft traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Die Bereitschaft des Freistaates Sachsens, die Weihnachtsmärkte stattfinden zu lassen, ist ein überaus wichtiges Signal, das unserer Branche Zuversicht und Planungssicherheit für das zweite Halbjahr gibt.“

Was für das Erzgebirge gilt, ist auch für Dresden richtig. Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Die Weihnachtszeit ist für den Tourismus in unserer Region die wichtigste Jahreszeit. Zehntausende Arbeitsplätze in Hotels, dem Handel, der Gastronomie und zahlreichen Handwerksbetrieben sind wirtschaftlich auf die Durchführung angewiesen.“

Der Annaberger Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Deutschland. Foto: Stadt Annaberg-Buchholz

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