Weihnachtszauber statt Weihnachtsmarkt in der Silberstadt

Freiberg bereitet weihnachtliche Alternativangebote vor – Geschmückte Altstadt und Pop-Up-Buden sollen zum Weihnachtseinkauf einladen

Eine zauberhafte Vorweihnachtszeit soll es in Freiberg geben, auch wenn der 31. Freiberger Christmarkt wegen der Corona-Schutz-Verordnung nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Als Ersatz plant die Stadt Freiberg gemeinsam mit Händlern und Gastronomen einen „Weihnachtszauber in der Silberstadt“: Ab 24. November wird die Altstadt im Lichterglanz erstrahlen – mit Weihnachtsbäumen, der original bergmännischen Pyramide sowie Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen, die bereits in diesen Tagen gehängt wird. Der Weihnachtsmann, Künstler sowie Bläserensembles werden durch die Gassen flanieren und auch neue Angebote werden zum „lokalen Weihnachtseinkauf mit Abstand“ einladen. Erstmals soll das klassische Sortiment der Innenstadthändler dabei um Pop-Up-Stände der Christmarkthändler ergänzt werden, die für einen begrenzten Zeitraum an ungewöhnlichen Standorten „aufpoppen“. Gastronomen dürfen außerdem ihre Bier- bzw. Wirtschaftsgärten kostenfrei weiterbetreiben, wenn es die Corona-Schutzverordnung ab Dezember zulässt. „Es wird also weihnachtlich in unserer Silberstadt“, verspricht Oberbürgermeister Sven Krüger.
Er bedauert es, dass Freiberg in diesem Jahr keinen Christmarkt wie gewohnt durchführen kann. „Obwohl es nach den aktuellen Bestimmungen eine kleine Restchance gibt, traditionelle Weihnachtsmärkte in bekanntem Umfang ab Dezember durchzuführen, wäre das für keinen der Beteiligten mehr wirtschaftlich.“ Bei den dann je nach Inzidenzwert von 35 oder 50 möglicherweise erlaubten 250 oder 100 Besuchern auf dem Markt, fehle der nötige Umsatz und lange Schlangen an den Einlässen wären nicht nur unangenehm, sondern in der aktuellen Situation aus Infektionsschutzgründen nicht tragbar.
Trotzdem will die Stadt etwas tun, um Gewerbetreibende und den Tourismus zu unterstützen. „Der Weihnachtszauber in der Silberstadt ist für mich eine schöne Variante, trotz Corona weihnachtliches Flair in Gassen und auf Plätze zu zaubern“, freut sich Krüger. „So fällt in Freiberg Weihnachten in der Innenstadt nicht aus!“
Dennoch stehe weiterhin der Schutz der Menschen an oberster Stelle. Deshalb setzen er und sein Team weiterhin auf Abstand – auch in der Altstadt. Die etwa 30 Pop-Up-Stände sollen locker in den Fußgängerzonen Burgstraße, Erbische Straße, Petersstraße und Korngasse verteilt werden, außerdem in der unteren Burgstraße. Als Standorte sind ausschließlich Flächen vor leer stehenden Geschäften oder nicht benötigten Fenstern vorgesehen. Etwa 90 Prozent der in Frage kommenden Christmarkt-Händler haben bereits zugesagt, sich mit einer Bude zu präsentieren. Traditionell umfasst ihr Angebot erzgebirgische Holzkunst, Süßwaren, Kunsthandwerk, Räucherkerzen u.v.m.
Vor-Ort-Getränke- und -Verzehrstände könnten den „Weihnachtszauber“ in den Altstadtgassen ab 1. Dezember bereichern, wenn es die Corona-Schutz-Verordnung dann zulässt. Bis dahin können Händler maximal alles zur Mitnahme anbieten. Geplant ist, diese Stände ausschließlich von Freiberger Gastronomen betreiben zu lassen, allein oder als Gemeinschaftsstand sowie wochen- oder wochenendweise. Sie können darüber hinaus ihre Biergartenflächen im öffentlichen Bereich ohne zusätzliche Kosten weiterbetreiben, sobald es die Corona-Schutz-Verordnung ggf. ab Dezember gestattet und soweit die Möblierung bei Schneefall umgehend entfernt werden kann. Denn der Winterdienst darf nicht behindert werden. Die erteilten Sondernutzungserlaubnisse beinhalten bereits diese „leichte Möblierung“, so dass keine weiteren Anträge notwendig sind.
Trotz aller Alternativangebote hat die Stadt die Hoffnung nicht aufgegeben und prüft, ob ein deutlich kleinerer Christmarkt auf dem Obermarkt ab Dezember doch noch stattfinden kann.
Krüger wünscht sich „dass sich die Innenstadthändler beim Weihnachtszauber mit einheitlichen Kernöffnungszeiten – vor allem an den Wochenenden – präsentieren. Daran möchten wir dann die Zeiten der Stände orientieren.“ Aktuell läuft dazu eine durch die Stadt initiierte Online-Umfrage unter der Händlerschaft. „Wir sind mit allen Innenstadtakteuren im Gespräch, um unsere Angebote an ihre Möglichkeiten anzupassen und bieten vielseitige Unterstützung u. a. mit Gemeinschaftständen, Christmarkttassen oder der Veröffentlichung ihrer Links zu Lieferangeboten auf unserer Internetseite.“
Der 31. Freiberger Christmarkt sollte vom 24. November bis 22. Dezember in der Altstadt öffnen – mit einem neuen Konzept und viel Abstand erstmals auf zwei großen Plätzen. Dieses hatte die Stadt in den vergangenen Monaten anhand der damals gültigen Verordnungen vorbereitet. Die Corona-Schutz-Verordnung vom 30. Oktober lässt diese Durchführung jetzt nicht mehr zu.
Weitere Informationen sind tagesaktuell abrufbar unter www.freiberg.de

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