Weindorf 2020 in Coronazeiten? – Geht!

Christin Hultsch von der AS-Gesellschaft, Matthias Polster, Geschäftsführer von Polster-Catering, Enrico Matthes Logistikchef von Polster-Catering, sowie Sven Hertwig von exclusiv-events (v.l.n.r.) stellten am Dienstag das Konzept für die 31. Auflage des Chemnitzer Weindorf vor. Foto: Judith Hauße

Trotz der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wird es vom 24. Juli bis 16. August 2020 das alljährliche Chemnitzer Weindorf geben. Allerdings in neuem Format. Zudem wird das Event erstmals auch von mehreren Unternehmen organisiert. Man kann also sagen, das Weindorf steht in diesem Jahr unter einem neuen Stern. Das Coronavirus bleibt jedoch weiterhin allgegenwärtig. Die Verantwortlichen sehen darin trotz allem eine Möglichkeit, die erste Großveranstaltung in der Innenstadt dieses Jahr in seiner 31. Auflage auf eine neue Stufe zu stellen, wie Sven Hertwig, Geschäftsführer von exclusiv events erklärte.

Gemeinsam mit Polster Catering, AS Catering, dem Eventservice Jürgen Rotter und dem Stadtstreicher entwickelte sein Team in den letzten Wochen ein an die aktuelle Situation angepasstes Konzept. Statt wie gewohnt auf dem Neumarkt, wird das diesjährige Weindorf an zwei Orten aufgebaut: auf dem Marktplatz und Jakobiplatz. Laut Hertwig stehe dort mehr Platz zur Verfügung, um die vorgeschriebenen Hygieneauflagen besser einhalten zu können.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind auch ein Grund für die diesjährige Sitzplatzpflicht. Die Besucher können ausschließlich an 4er-Tischen Platz nehmen. Hierfür wurde ein neues Reservierungssystem erstellt. Damit die Besucheranzahl von maximal 680 Plätzen (580 auf dem Markt, 100 auf dem Jakobiplatz) nicht überschritten wird, müssen sich Besucher, die nach 17 Uhr kommen wollen, Plätze reservieren. Gebucht werden kann ab 11. Juli im Internet oder telefonisch. Aber auch vor Ort wird es an einem Infostand die Möglichkeit geben, Plätze zu reservieren. Besucher bis 17 Uhr müssen keinen Platz reservieren. Aufgrund eines externen Anbieters wird jedoch pro Sitzplatz eine Reservierungsgebühr von einem Euro fällig.

Um das gesamte Areal wird außerdem ein ein Meter hoher Zaun errichtet. Geöffnet hat das Weindorf aber wie gewohnt von 11 bis 23. Uhr. Allerdings gibt es in diesem Jahr aufgrund des Hygienekonzeptes weniger Stände. Die Zahl der Weinhändler hat sich von 45 Partnern auf nur 15 unterschiedliche Winzer reduziert. Auch Live-Musik wird es bloß in abgespeckter Form geben, Tanzen ist jedoch nicht erlaubt. Über beide Standorte hinweg soll es zudem während der Öffnungszeiten Musik aus den Boxen geben.

Außergewöhnliche Umstände verlangen außergewöhnliche Ideen. So bildet das diesjährige Weinglas den Corona-Virus symbolisch ab. Es mahnt die Feierlustigen: Das Coronavirus ist nachwievor da.

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