Welterbe: Hoffnung & Millionen

Die Saigerhütte bleibt auf der Liste für den Welterbe-Titel.
Foto: TVE

Von Sven Günther
Erzgebirge. Mit einem vereinfachten Antrag versucht die Montan-Region Erzgebirge erneut, den Titel UNESCO-Welterbe zu erhalten. Der erste Antrag war im April 2016 überraschend zurückgezogen worden, weil er kaum Aussicht auf Erfolg hatte. Der zuständige Internationale Denkmalrat (ICOMOS) hatte durchblicken lassen, dass die Liste der Projekte zu umfangreich sei. Ein Rückschlag, dem jahrelange Arbeit inklusive diverser Machbarkeitsstudien vorausgegangen war.
Jetzt legten die Mitglieder des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. auf Schloss Schwarzenberg die überarbeitete Version vor. Die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile wurden hauptsächlich durch Verbindung der Kernzonen und gemeinsamer untertägiger Bergbaustrukturen auf nun 17 zusammengefasst. Weitere fünf befinden sich auf tschechischer Seite. Sieben Kommunen wurden aus den Plänen gestrichen, bekamen den Status “assoziierten Stätten”. Sie werden bei Vermarktung und Präsentation mit bedacht. Zu diesen gehört auch Oelsnitz mit den “Sachzeugen des Steinkohlenbergbaus” (u.a. Karl-Liebknecht-Schacht, Grubenwehrsiedlung). Im September soll der Antrag eingereicht werden.

Aus der Region Aue-Schwarzenberg sind das Bergbaugebiet Schneeberg und das Bergbaugebiet Schwarzenberg mit den Bergbaulandschaften Eibenstock und Rother Berg im Antrag enthalten. Die Gegend um Annaberg wird von der Montanlandschaft Annaberg-Frohnau sowie den Bergbaulandschaften Pöhlberg und Buchholz repräsentiert. Marienberg ist mit der historischen Altstadt, den Bergbaulandschaften Lauta und Ehrenfriedersdorf sowie dem Saigerhüttenkomplex Grüntal im Antrag vertreten.

Hier ist die komplette Liste

Welterbeliste

 

Geld steht für die Welterbepläne zur Verfügung. Im Förderprogramm SN-CZ findet man unter dem Projektnamen “Glück auf, Welterbe!” die bewilligte Summe von zwei Millionen Euro. Für das Bildungsprojekt “Unser WeltErbe” wurde eine Million Euro genehmigt und für Sanierungsarbeiten (u.a. Kirche Bozi Dar, Schmalspurmuseum Rittersgrün) stehen unter den Titel “Montankulturerbe” weitere 3,1 Millionen Euro bereit. Für die “Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus als gemeinsames Kulturerbe” werden unter dem Projektnamen ArchaeoMontan 2018 4,6 Millionen Euro von der EU gezahlt.

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