Welterbetitel mit Großem Bergmännischen Zapfenstreich in Freiberg gefeiert

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Volker Uhlig, Landrat a.d. und Vorsitzender des Welterbevereins nahmen die Urkunde entgegen. Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, betonte bei der Urkundenübergabe: „Glückauf! Das Erzgebirge ist Welterbe. Ein wichtiges Ziel ist erreicht, der Weg aber geht weiter: Nun gilt es, das Erbe für künftige Generationen zu bewahren. Ich bin mir sicher, dass die Region diese Herausforderung meistert.“ Foto: Constanze Lenk

Welch erfolgreich-glücklicher Tag für Freiberg, für das gesamte böhmisch-sächsische Erzgebirge! Mit einem Großen Bergmännischen Zapfenstreich wurde am 14. September die Verleihung des Welterbe-Titels auf dem Freiberger Obermarkt nun auch offiziell besiegelt! Es ist ein ganz besonderes Zeremoniell, dass nur zu besonders feierlichen Ereignissen durchgeführt wird. Etwa 200 geladene Gäste, darunter der Tschechische Außenminister Tomas Petricek, CR-Botschafter Tomas Jan Podivinsky sowie CR-Generalkonsulin Marketa Meissnerova. und tausende Besucher wohnten dem in der Historie des Erzgebirges einmaligen Akt bei.

Bekanntlich hatte bereits am 6. Juli das Welterbe-Komitee in Baku die Entscheidung über die Zuerkennung des Titels für die Montanregion Erzgebirge/Krusnohori getroffen. Für den Welterbe-Titel musste über viele Jahre hart gerungen worden, es gab Höhen und Tiefen.
Nach dem Zapfenstreich nahmen im festlichen Schein von 500 Grubenlichtern Ministerpräsident Michael Kretschmer und Volker Uhlig, Landrat a.D. Vereinsvorsitzender des Welterbevereins die Urkunde zur Titelverleihung „UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ von Staatsministerin Michelle Müntefering vom Auswärtigen Amt des Bundes entgegen.
Bereits seit den Nachmittagsstunden glich das Zentrum Freibergs einem großen Festplatz. Auf der Welterbemeile rund um den Obermarkt präsentierten sich die 22 Bestandteile der Welterberegion – 17 deutsche und fünf tschechische – und zeigten anschaulich, was alle zum „UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ dazu gehört. Denn nur alle 22 Bestandteile dieser großen grenzübergreifenden Region machen gemeinsam den einzigartigen universellen Wert für das Welterbe aus.
Die offizielle Urkundenübergabe ist dabei nicht der Schlusspunkt des Projektes „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“, sondern Ansporn, Anspruch und Verpflichtung, die Region weiter wachsen zu lassen und zu beleben. Jetzt geht es darum, die Welterbestätte grenzübergreifend zu schützen und den außergewöhnlichen universellen Wert für nachfolgende Generationen zu erhalten. Darüber hinaus bringt das Prädikat „UNESCO-Welterbe“ durch seinen hohen Bekanntheitsgrad und durch das weltweite Ansehen weitere positive Aspekte für das Erzgebirge mit sich. Aber bereits der Weg zum Welterbe mit all seinen Meilensteinen setzte in den vergangenen Jahren innerhalb der Region wichtige Impulse für die wirtschaftliche, touristische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung.
„Es war ein teils steiniger Weg, der sich aber gelohnt hat“, sagte Volker Uhlig, Landrat a.d. und Vorsitzender des Welterbevereins. Für ihn steht fest, dass es die Menschen der Region stolz sein können – stolz auf ihr Erbe, das ihnen aus Jahrhunderten mitgegeben wurde und stolz auf das, was sie selbst bis heute daraus gemacht haben und nun auf die Weltbühne gehoben haben. „Es ist ihr aller Welterbe – Glück auf.“
Und weil so ein besonderes Ereignis war, hier noch einige Impressionen. Fotos: Constanze Lenk

Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar