Wer sind die Neuen auf der Chemnitzer Kneipenmeile?

Kevin Morris eröffnet am 1. September das Moe‘s in der Inneren Klosterstraße. Für die Kneipe hat er sich ein besonderes Farb- und Lichtkonzept ausgedacht. Foto: Judith Hauße

Die Gastromeile in der Inneren Klosterstraße bekommt Zuwachs. Damit sei derzeit kein Lokal mehr in der Straße für eine Neuansiedlung mehr frei, wie Simone Kalew, Geschäftsführerin des Großvermieters GGG erklärt. „Mit insgesamt 14 gastronomischen Einrichtungen verdient die Innere Klosterstraße durchaus den Namen Gastromeile.“

Unter den „Neuen“ in der Straße ist auch der Nachfolger des ehemaligen Restaurants Henrics, Kevin Morris. Doch für viele ist er alles andere als neu, kennt man ihn nur zu gut als Inhaber von Moe‘s Bar nicht weit weg vom Stadtkern. Im ehemaligen Lokal an der Ecke Theaterstraße/Innere Klosterstraße will der Barbesitzer voraussichtlich im November eine Erweiterung des bereits in Glösa ansässigen Randi`s eröffnen – eine dem Stil der amerikanischen Metropole New York angepasste Pizza-Bier-Bar, wie Morris das gastronomische Konzept beschreibt.

Zuvor soll aber noch ein weiteres Lokal unter seinen Händen schräg gegenüber an der Inneren Klosterstraße eröffnet werden. Dort soll schon am 1. September das Moe‘s an den Start gehen. Allerdings unter einem anderen Konzept als die altbekannte Kneipe um die Ecke. „Mit dem neuen Lokal soll vor allem das kulturelle Leben der Stadt angesprochen werden“, erklärt er.

In die neue Kneipe soll eine Bühne gebaut werden, die Künstler aus Musik, Comedy und Poetry Slam die Chance zum Auftreten bietet. Damit wolle der DJ und Bartreiber seinen Beitrag für die Kulturhauptstadt-Bewerbung leisten. Zudem strebt er an, das sogenannte „Biergarten-Konzept“ in Chemnitz zu etablieren. „In Bayern ist es gang und gäbe, dass man sich auch mit selbst mitgebrachten Speisen, ob vom Imbiss nebenan oder von zuhause, in den Biergarten setzt. Das fehlt in Chemnitz“, so Morris.

Darüber hinaus habe er bereits bei der Planung seiner zwei neuen Lokalitäten darauf geachtet, die Plätze großzügig im Raum zu verteilen, um für mögliche neue Hygienemaßnahmen gewappnet zu sein. „Die Gastronomie wird nach der Corona-Pandemie nie mehr so sein wie vorher. Das spiegelt sich bei der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten wieder.“ Dazu gehören, wie er ergänzt, neben großzügig geschnitten Räumen, auch moderne Farb- und Lichtkonzepte.

Außerdem: Aber auch in der benachbarten Webergasse ziehen zwei neue Läden ein, ein Barbershop sowie der Kindermodeladen „Sanetta“.

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