„Wer viel will, muss auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen“

Nach ihrer Amtsantrittsrede wurde Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß noch einmal von vielen Seiten beglücktwünscht. Hier im Bild mit Landrat Christoph Scheurer. Foto: Alice Jagals

Nach ihrer Amtsantrittsrede wurde Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß noch einmal von vielen Seiten beglücktwünscht. Hier im Bild mit Landrat Christoph Scheurer. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Ja, sie ist gern Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau und natürlich freut sie sich auf die kommenden sieben Jahren: In ihrer Antrittsrede am Donnerstagabend betonte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß nochmals den in diesem Jahr schon oft gehörten Satz. Schließlich biete so ein „kommunaler Gemischtwarenladen“ allerlei Vielfalt. Die finde man in kaum einem anderen Beruf.

In den kommenden sieben Jahren will es ihr gelingen, alle Schulen der Stadt saniert zu haben – mit etwas Glück inklusive. In der aktuellen Planung der Stadtverwaltung sind im Investprogramm für die nächsten Jahre Mittel für die Adam-Ries- und die Fucik-, die Windberg-, Rudolf-Weiß sowie für die Bebel- und Crossener Grundschule.

Für die Zukunft wünscht sie sich auch, dass alle ein positives Image der Stadt nach außen tragen. Denn Stadtmarketing bedeute nicht nur eine bunte Anzeige. Auch verwaltungsintern lasse Findeiß derzeit Strukturen überprüfen, um effektiver arbeiten zu können und das „low budget-Prinzip“ zu beenden: „Wer viel will, muss auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen“, erklärte sie dazu.

Mit Blick auf das Stadtjubiläum 2018 will sie zudem die Attraktivität der Innenstadt. Dazu gehören beispielsweise die Neugestaltung von Marienstraße und – platz, die Sanierung von Rosen- und Mariengäßchen sowie weiterer Fußwegbereiche, die Neugestaltung des Parkplatzes vor dem Alten Gasometer sowie die Erneuerung des Fußgängerinformationssystems. Ein „Runder Tisch“ soll dabei neue, frische Ideen schaffen. „Ich betone aber auch: Wir werden nach dem Prinzip des Förderns und Forderns agieren“, so Findeiß. Die Händler und Gastronomen sind natürlich auch selbst gefragt.“

Im Bereich Schneppendorf wird mittelfristig kein Industriegebiet entstehen, dafür wahrscheinlicher an der Reichenbacher Straße.

Auch was den Zustrom von Flüchtlingen angeht, blickt Pia Findeiß positiv in die Zukunft: „Wir sind nicht vor Ereignissen wie in Schneeberg, Freital, Dresden oder Heidenau gefeit! Wir müssen aktiv kommunizieren und offen sein.“

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