Wie sieht die Pflege in der Zukunft aus?

Staatssekretär Karl-Josef Laumann und Alexander Krauß, MdL und Kandidat für den Bundestag, hatten heute Vertreter der Pflegeeinrichtungen  zu einem gemeinsamen Pflegefrühstück eingeladen. Foto: Birgit Hiemer

In der Pflege hat sich in den letzten Jahren politisch einiges getan. Doch wie sehen dies die Pflegeeinrichtungen und Ambulanten Pflegedienste? Was kann weiter getan werden und wie sieht die Pflege in der Zukunft aus?

Staatssekretär Karl-Josef Laumann und Alexander Krauß, MdL und Kandidat für den Bundestag, hatten Vertreter der Pflegeeinrichtungen des Erzgebirgskreises zu einem gemeinsamen Pflegefrühstück in das HELIOS Klinikum Aue eingeladen.

Karl-Josef Laumann war die letzten Jahre als Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten und als Bevollmächtigter für Pflege tätig. Seit 2017 ist er Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Er ist Präsidiumsmitglied der CDU Deutschlands und Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft. Kurz, ein Mann, der an der Spitze des Gesundheitswesens stand und mit den Problemen vertraut ist. Deshalb fiel es den Gästen auch nicht schwer, schnell mit ihm ins Gespräch zu kommen, Misstände anzusprechen und einen Blick in die Zukunft der Pflege zu wagen.

Die Zukunft in der Pflege

Laumann sieht natürlich auch den Pflegekräftemangel, der in verschiedenen Bundesländern durchaus unterschiedlich ist. Er spricht von einer dramatischen Zuspitzung in Sachsen. Hier ist die Politik gefordert.

In Zukunft wird sich das Verhältnis von ambulanter und stationärer Pflege verschieben. Er wünscht sich, dass ein Mix aus Strukturen für ältere Menschen entsteht und diese mehr frei entscheiden können, welche Pflege sie benötigen und sagt: „Wir müssen die Menschen mit Würde und Anstand versorgen.” Genau das wollen auch die Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen und -berufen.

Viele Probleme für in der Pflege arbeitende Menschen

Die Probleme wie Krankenstand, Fluktuation, Überstunden oder Lohngefälle liegen klar auf der Hand. Diese konnten auch an diesem Tag auch nicht sofort gelöst werden. Bemängelt wurde unter anderem die fehlende Interessenvertretung der Pflegeberufe in der Politik und die fehlende Akzeptanz des Berufsstandes. Ein weiteres Problem sehen die Akteure in der unterschiedlichen Anerkennung der verschiedenen Ausbildungen. Der unterschiedliche Pflegeschlüssel in den Bundesländern ist für die meisten nicht nachvollziehbar.

„Der Staatssekretär weiß, wo es klemmt. Sofortige Lösungen habe ich nicht erwartet. Doch die Probleme anzusprechen und zu sehen wie in anderen Bundesländern gearbeitet wird, war sehr interessant”, erklärt Ines Krause aus Bärenstein. „Wir müssen unsere Interessen besser vertreten, für uns und unsere Patienten kämpfen!”

 

Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar