Wieder kein Sieg für den FC Erzgebirge Aue

Wieder konnte der FC Erzgebirge Aue keinen Dreier einfahren. Gegen Fortuna Düsseldorf reichte es am Freitagabend vor 7.000 Zuschauern nur zu einem torlosen Remis, weil zwar hinten die Null stand, aber vorn wieder beste Chancen liegen gelassen wurden.

Bei Aue feierte am Freitagabend ein Hoffnungsträger sein Comeback: Torhüter Martin Männel stand nach überstandener Ellenbogenverletzung erstmals seit dem sechsten Spieltag wieder zwischen den Pfosten. Im Spiel gegen Bielefeld (1:1) am 21. September hatte sich Männel die Verletzung zugezogen, zwei Operationen waren anschließend nötig gewesen.

Nach etwa zehn Minuten Anlaufzeit waren die Fronten geklärt. Denn die Veilchen bestimmten von da an das Geschehen und hätten nach 29 Minuten in Führung gehen können. Eine Ecke von Clemens Fandrich wurde von der Linie geköpft. Dann hatte Cebiou Soukou aus fünf Meter Entfernung aus dem Gewühl heraus die nächste Chance. In höchster Not klärte ein Düsseldorfer Verteidiger zur Ecke.

Dann kurz vor der Pause um ein Haar die Führung für Düsseldorf. Der kurz zuvor eingewechselte Calogero Rizzuto war noch nicht im Spiel: Sobottka spielte den Einwechselspieler aus und schließt nach seinem Dribbling aus 16 Metern zentraler Position ab. Der Ball landet knapp neben dem linken Pfosten – es war die erste gefährliche Aktion der Fortunen überhaupt.

Nach dem Pausentee entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und gleich mit einer Chance für die Gäste, als Bellnghausen in aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei schoss (50.). Dann kamen aber die Auer stark auf. Pascal Köpke (60.) und Soukou (62.) vergaben beste Chancen zur Auer Führung. Mit den Einwechslungen von den Offensivspielern Mario Kvesic (63.) und Nicky Adler (78.) setzte Trainer Pavel Dotchev voll auf Offensive.

Die nicht sattelfeste Düsseldorfer Abwehr geriet mehrfach in Schwierigkeiten, ein überragender Torhüter Michael Rensing hielt, was es zu halten gab und hatte bei einem Pfostenschuss von Köpke das Glück auf seiner Seite (60.). In der Schlussphase konnte sich Fortuna Düsseldorf vom Auer Druck befreien und setzte im Spiel nach vorn Akzente. Die Auer Hintermannschaft musste mehrfach in höchster Not klärend dazwischen gehen. Von den Spielanteilen und den Torchancen ein gerechtes Resultat.

Für die Veilchen ist es aber eine gefühlte Niederlage, das Remis bringt sie im Abstiegskampf nicht weiter. Da war mehr drin für Aue – eine Großzahl an Torchancen ließ das Kellerkind ungenutzt liegen, hatte mitunter auch Pech (siehe Köpkes Pfostenschuss).

„Heute haben wir von beiden Mannschaften ein engagierte Leistung gesehen. Trotz, dass kein Tor gefallen ist, war es ein attraktives Spiel. Es ist schade für uns, denn wir wollten uns mit einem Sieg vor Weihnachten verabschieden. Ich bin zufreiden, dass wir in den letzten Spieln nur ein Spiel gegen Stuttgart verloren haben. Ich bin optimistisch, dass wir im nächsten Jahr die notwendigen Punkte holen“, sagte Aues Trainer Pavel Dotchev.
„Mit dem Verlauf der Hinrunde sind wir zufrieden, auch mit dem einen Punkt heute. Das ist in etwa das, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte der Düsseldorfer Trainer Friedhelm Funkel

Aue: Männel – Kalig (43. Rizzuto), Susac, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Samson (73. Adler) – Fandrich, Nazarov (63. Kvesic) Soukou – Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
Düsseldorf: Rensing – Schauerte, Akpoguma, Bormuth, Schmitz – Bodzek – Bebou, Sobottka, Gartner, Bellinghausen – Hennings.
Trainer: Friedhelm Funkel.
Zuschauer: 7.050.
Schiedsrichter: Martin Petersen.

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